Regionales

Baden-Württemberg: Weniger Kraft aus Wasserkraftwerken

Im Jahr 2011 wurden in den Kraftwerken der allgemeinen Versorgung Baden-Württembergs 50 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Strom erzeugt. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes sind dies 12,5 % weniger als 2010. Witterungsbedingt erzeugten die Laufwasserkraftwerke der allgemeinen Versorgung mit 3,4 Mrd. kWh rund 10 % weniger Strom als im Vorjahr. Insbesondere im Mai und November waren die Erträge niedrig. Durch die Trockenheit im Frühjahr und im Herbst kamen auch die Speicherwasserkraftwerke und Pumpspeicherwasserkraftwerke mit natürlichem Zufluss weniger zum Einsatz. Im Jahr 2011 sank die Stromerzeugung aus der regenerativen Wasserkraft in Baden-Württemberg damit insgesamt um 11,9 % gegenüber dem Vorjahr.

Die Stromerzeugung aus Kernenergie ging um 18,5 % auf 25,8 Mrd. kWh zurück. Verantwortlich für den Rückgang ist die Abschaltung der Reaktoren Neckarwestheim Block I und Philippsburg Block I infolge des Atom-Moratoriums der Bundesregierung. Auch in den Erdgas- und Steinkohlekraftwerken des Landes wurde mit einem Minus von 7,7 bzw. 5,1 % witterungsbedingt weniger Strom produziert als im Jahr 2010.

Das Austauschvolumen mit dem Ausland betrug hinsichtlich der Stromeinfuhr 13,2 Mrd. kWh, hinsichtlich der Ausfuhr 18 Mrd. kWh. Damit lag die aus dem Ausland direkt eingeführte Strommenge 2011 um 10 % höher als im Vorjahr, die ausgeführte Strommenge war dagegen um 4 % niedriger. Insgesamt wurde von Baden-Württemberg weiterhin mehr Strom ins Ausland direkt abgegeben als direkt eingeführt. Zu den Liefer- und Abnehmerländer gehören die Schweiz, Frankreich und Österreich. Aus welchen Energieträgern der nach Baden-Württemberg eingeführte Strom erzeugt wurde, wird statistisch nicht erfasst.

ElSchnuppero

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