Wirtschaft

Börsengang – Aufstieg – Abstieg: Facebooks Flop am Aktienmarkt

Der Hype um den Börsengang von Facebook, eine Mulitmilliardenangelegenheit, war gigantisch. Und genau genommen ist er das auch immer noch, diesmal jedoch im umgekehrten, negativen Sinne.

Am letzten Donnerstag war Facebook noch der Garten Eden für alle Börsianer, doch diese Woche scheint sich der Garten langsam in eine Art Fegefeuer für Anleger zu verwandeln. Bereits kurz vor dem lang ersehnten Börsengang des sozialen Netzwerkes gab es die ersten Schwierigkeiten: Verluste des Unternehmens trübten die Stimmung, General Motors zog seine Werbung aus Facebook mit der Bemerkung zurück, dass diese nichts einbringe und dann streikte auch noch die Software der Nasdaq. Zu alledem wurde die Aktie aus mehr als einem Munde als „überhypt“ bezeichnet.

Am Montag setzte sich dieser langsame Trend abwärts fort. Der Kurs stürzte auf 33 Dollar pro Aktie ab, fünf Dollar unter dem Ausgabepreis, stabilisierte sich dann bei 34 Dollar. Das sind 30% unter dem am Freitag kurzzeitig erreichten Höchstwert. Das kostete allein Mark Zuckerberg ca. 2 Milliarden Dollar.

Bei der Planung des Börsengangs waren im Vorfeld 33 Institute beteiligt, allen voran Morgan Stanley. Diese hatten am Freitag noch selbst massiv Aktien gekauft, um den Kurs der Facebook-Aktie zu stützen.

Doch nicht nur Facebook verliert zur Zeit massiv an Wert. Auch das Institut JP Morgan ist immer noch dabei Geld zu verlieren. War am Anfang noch von zwei Milliarden Dollar Verlust die Rede, muss nun mit einem Minus von sechs Milliarden Dollar durch missratene Derivaten-Spekulationen gerechnet werden.

(sm)
 

ElSchnuppero

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