Wirtschaft

Bosch-Chef Fehrenbach: „Von einer Rezession sind wir weit entfernt“

Der Chef des weltgrößten Autozulieferers Bosch, Franz Fehrenbach, warnt energisch davor, den Aufschwung kaputtzureden. „Ich warne eindringlich davor, durch verbale Übertreibungen und panische Bremsreaktionen eine Rezession herbeizureden. (…) Von einer Rezession sind wir weit entfernt.“ Damit hat er sich dezidiert gegen Aussagen wie von Weltbank-Chef Zoellick gestellt, der die Weltwirtschaft aufgrund der Schuldenkrisen und den Börsenturbolenzen am Rande einer neuen Rezession sieht. Fehrenbach sieht die größte Gefahr derzeit in einer politischen Glaubwürdigkeitskrise, sollte es der Politik nicht gelingen, das Primat des Handelns zurückzugewinnen. Die Politik dürfe sich nicht länger von den Finanzmärkten treiben lassen. „Allen Beteiligten muss klar sein, dass diese Krise nicht innerhalb der kommenden zwei bis drei Jahre zu lösen ist – das ist ein Fünf- oder eher Zehnjahresprogramm.“ Fehrenbach geht ferner davon aus, dass die Politik nicht um gemeinsam aufgelegte Euro-Bonds der Euro-Länder herumkommen werde. Hierfür müssten jedoch Teile der nationalstaatlichen Souveränität aufgegeben werden.

ElSchnuppero

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