Circus Krone: Anzeige gegen Deutschlands größten Zirkusbetrieb aufgrund von Tierquälerei

Die Staatsanwaltschaft München hat Ermittlungen gegen Circus Krone aufgenommen. Dem Zirkusbetrieb wird Tierquälerei vorgeworfen.

Auslöser für die Untersuchungen ist eine Klage der Tierschutzorganisation PETA. Diese hatte die Bedingungen unter denen die Zirkustiere gehalten wurden und noch gehalten werden, dokumentiert und dabei belegt, dass der Zirkus bei fast allen Tieren deutlich gegen die Haltungsbedingungen verstößt. Konkret geht es dabei um zu kleine Unterbringungen und mangelnde Außengehege: „Die Tierquälerei bei Circus Krone nimmt einfach kein Ende – kaum eine
Tierhaltung im Stammquartier entsprach den Tierschutzbestimmungen“, sagt Diplom-Zoologe Peter Höffken, Wildtierexperte bei PETA. „Jedem privaten Tierhalter hätten die Behörden angesichts dieser zahlreichen gravierenden Missstände schon längst die Tiere entzogen. Doch bei Circus Krone gehört Tierquälerei zum Geschäft.“

Bereits 2010 hatte die Staatsanwaltschaft München festgestellt, dass bei den Elefanten „tatsächlich deutliche Haltungsmängel sowie Verhaltensstörungen vorlagen, die gutachterlicherseits als erhebliche Leiden im Sinne von § 17 Nr. 2b Tierschutzgesetz eingestuft wurden“. Das Verfahren wurde jedoch eingestellt.

PETA fordert bereits seit Jahren ein Verbot von Wildtieren im Zirkus, weil die Haltungsbedingungen nicht annähernd die Bedürfnisse der Tiere erfüllen. Verhaltensstörungen, verkürzte Lebensdauer und eine gewaltsame Dressur mit Peitsche und Ketten sind die Markenzeichen der Wildtierhaltung im Zirkus, so die Organisation.

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