Energie & Umwelt

Deutscher AKW-Stresstest nach Brüssel übermittelt

Das Bundesumweltministerium (BMU) hat gemeinsam mit den entsprechenden Aufsichtsbehörden der Länder den deutschen Bericht zur Sicherheit der heimischen Atomkraftwerke fristgerecht zum 31. Dezember 2011 an die Europäische Kommission übermittelt. Die Überprüfung fand im Rahmen des EU-Stresstests der europäischen Kernkraftwerke vor dem Eindruck der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima statt.

Der EU-Stresstest in Deutschland erfolgte zusätzlich zu der im Mai 2011 durchgeführten Sicherheitsüberprüfung durch die Reaktor-Sicherheitskommission (RSK) und hat deren Ergebnisse bestätigt. Demnach weisen die deutschen Anlagen einen hohen Robustheitsgrad auf. Allerdings wurden auch sicherheitstechnische Verbesserungen der AKW aufgezeigt, insbesondere im Bereich des Notfallschutzes. Der komplette deutsche Bericht ist ebenso wie die anderen Länderberichte unter www.ensreg.eu eingestellt (direkter Link). Zudem haben die deutschen Kernkraftwerksbetreiber die Ergebnisse zu ihren Anlagen auf ihren eigenen Internetseiten veröffentlicht.

Der EU-Stresstest des AKW hatte am 1. Juni 2011 begonnen und konzentrierte sich auf die drei Schwerpunktthemen externe Ereignisse (Erdbeben, Hochwasser und Starkregen), Stromausfall sowie Notfallmaßnahmen. In Deutschland wurden zusätzlich zu diesen Minimalanforderungen auch menschlich beeinflusste Ereignisse wie Flugzeugabstürze, Gasexplosionen außerhalb der Anlage, terroristische Angriffe und der Einfluss von Unfällen in benachbarten Anlagen untersucht.

Nun folgen im Anschluss noch wechselseitige Überprüfungsmissionen der Mitgliedsstaaten durch Expertengruppen (Peer Reviews). Auch die Untersuchungen zur Sicherung, insbesondere im Bereich des Terrorschutzes, sind noch nicht vollständig abgeschlossen.
 

 

ElSchnuppero

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