Wirtschaft

Deutscher Chef soll Blackberry zurück auf die Spur bringen

Der kanadische Blackberry-Hersteller und Smartphone-Pionier Research in Motion (RIM) versucht das Steuer herumzureißen. Zuletzt war der Absatz im vierten Geschäftsquartal 2011 von 15 Millionen Geräten im Vorjahreszeitraum auf 11 Millionen Stück zurückgegangen. Zuvor war bereits im dritten GQ der Umsatz um 6% auf 5,2 Milliarden Dollar und der Gewinn um 71% auf 265 Millionen Dollar zurückgegangen. Dies spiegelt sich auch im Aktienkurs wieder: War das Papier zu seinen Spitzenzeiten 140 Dollar wert, rangiert es derzeit um 14 Dollar. Allein 2011 war die RIM-Aktie um 75% eingebrochen. Zudem gibt es Verzögerungen bei dem Hoffnungsträger, dem neuen Betriebssystem Blackberry 10, das erst Ende 2012 auf den Markt kommen wird.

RIM wechselt nun in dem kanadischen Stammsitz des Unternehmens, in Waterloo, die Führungsriege aus: Der deutsche frühere Siemens-Manager Thorsten Heins (54), seit 2007 bei RIM, löst mit sofortiger Wirkung das zuletzt stark kritisierte Führungsduo aus den beiden Gründern Mike Lazaridis und Jim Balsillie ab. Damit wird nun auch eine zentrale Forderung von Investoren erfüllt: Bislang waren Vorstandsvorsitz und Aufsichtsratsvorsitz personell nicht von einander getrennt und die beiden Gründer waren gleichzeitig auch ihre eigenen Kontrolleure. Den Verwaltungsratsvorsitz übernimmt von nun an die Bankmanagerin Barbara Stymiest.
(mb)

 

ElSchnuppero

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