Panorama

Die Jahrestage aus Politik und Weltgeschehen: 10. April

Auf AGITANO lassen wir täglich das Weltgeschehen wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten zu politischen Ereignissen werden genauso in Erinnerung gerufen, wie besondere Daten des Weltgeschehens. Heute: der 10. April.

 

879: Ludwig III. wird gemeinsam mit seinem Bruder Karlmann nach dem Tod seines Vaters Ludwig II. König im Westfrankenreich. Sie erhalten dabei die Unterstützung einer Adelsgruppe um Hugo Abbas, die damit eine Teilung des Reichs verhindern will.

1500: Maximilian I. eröffnet den Reichstag zu Augsburg, auf dem die Reichsstände auf Initiative des Mainzer Erzbischofs Berthold von Henneberg eine formale Mitregierungsgewalt im so genannten Reichsregiment erhalten werden.

1500: Ludwig XII. von Frankreich nimmt Ludovico Sforza, den geflohenen Herzog von Mailand, in Gefangenschaft, nachdem er in den Mailänderkriegen im Vorjahr Mailand erobert hat.

1606: Mit königlicher Urkunde von James I. wird in England die Aktiengesellschaft Virginia Company of London gegründet. Gemeinsam mit der ebenfalls 1606 gegründeten Plymouth Company bildet sie die Virginia Company, die koloniale Siedlungen in Nordamerika gründen soll.

1656: Eine holländische Flotte erobert nach längerer Belagerung Colombo auf der Insel Ceylon von den Portugiesen. Es handelt sich um die erste Besitzung der Niederländer auf der Insel, die sie in den zwei folgenden Jahren sukzessive unter ihre Herrschaft bringen.

1741: Preußen unter Friedrich dem Großen besetzt im Österreichischen Erbfolgekrieg Schlesien und erringt in der Schlacht bei Mollwitz einen Sieg über die österreichischen Truppen.

1796: Nachdem er im März vom Direktorium den Oberbefehl über die Italienarmee im Ersten Koalitionskrieg erhalten hat, beginnt Napoleon Bonaparte den Feldzug in Italien und zieht in Richtung Cairo Montenotte.

1809: Truppen des Kaisertums Österreich unter Karl von Österreich-Teschen überqueren den Inn und rücken beim französischen Verbündeten Bayern ein. Der fünfte Koalitionskrieg beginnt damit früher als von Napoleon Bonaparte erwartet.

1826: Die Einwohner der in der Griechischen Revolution seit einem Jahr von osmanischen Truppen belagerten Stadt Messolongi versuchen in der Nacht die Flucht aus der Stadt. Der Plan wird jedoch verraten und führt zu einem Massaker an der Bevölkerung. Messolongi wird in der Folge in Griechenland zu einem Mythos.

1864: Auf Schloss Miramare bei Triest wird der österreichische Erzherzog Ferdinand Maximilian von einer mexikanischen Adelsjunta mit Unterstützung des französischen Kaisers Napoléon III. zum Kaiser von Mexiko ausgerufen.

1906: Der russische Priester Georgi Gapon, der im Jahr zuvor die im Petersburger Blutsonntag niedergeschlagene Demonstration angeführt hat, wird von drei Sozialisten ermordet, die ihn für einen Agent provocateur der zaristischen Geheimpolizei Ochrana halten.

1919: Der mexikanische Revolutionär Emiliano Zapata wird von Präsident Venustiano Carranza auf seine Hacienda gelockt und von seinen Truppen erschossen. Seine Leiche wird in Cuautla ausgestellt und anschließend begraben.

1932: Im zweiten Wahlgang der Reichspräsidentenwahl erhält Amtsinhaber Paul von Hindenburg die absolute Mehrheit und wird damit als Reichspräsident wiedergewählt. Adolf Hitler erhält über ein Drittel, der kommunistische Kandidat Ernst Thälmann rund 10 % der abgegebenen Stimmen.

1933: Ein von den Nationalsozialisten erlassenes Reichsgesetz deklariert den erneut eingeführten Maifeiertag in Deutschland zum Feiertag der nationalen Arbeit.

1938: Nachdem eine geplante Volksabstimmung der österreichischen Regierung unter Kurt Schuschnigg über den Fortbestand eines unabhängigen Österreichs von den Nationalsozialisten mit einem vorgezogenen Anschluss beantwortet worden ist, veranstalten diese nach wochenlanger massiver Propaganda eine eigene manipulierte Volksabstimmung. Offiziell stimmen 99,73 Prozent der Stimmberechtigten nachträglich für den Anschluss an Deutschland.

1940: In Großbritannien treffen sich unter dem Vorsitz von George Paget Thomson erstmals die Mitglieder der neu ins Leben gerufenen MAUD-Kommission, um über die Möglichkeit des Baus einer Atombombe zu beraten.

1940: Die britische Marine führt im Zweiten Weltkrieg nach dem deutschen Unternehmen Weserübung zur Besetzung Norwegens und Dänemarks in der Schlacht um Narvik ihren ersten Angriff durch.

1941: Unmittelbar nach Einmarsch der Deutschen Wehrmacht in Zagreb während des Balkanfeldzugs ruft die faschistische Ustascha unter Oberst Slavko Kvaternik einen Unabhängigen Staat Kroatien aus.

1944: Rudolf Vrba und Alfréd Wetzler gelingt die Flucht aus dem Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Sie verfassen später den Vrba-Wetzler-Bericht, in dem sie die Massenmorde in den Lagern für die Alliierten detailliert schildern.

1945: Bei schweren alliierten Luftangriffen auf Plauen werden 75 % der Stadt zerstört, rund 900 Menschen kommen ums Leben.

1945: Der letzte Transportzug mit über 2000 Häftlingen verlässt das kurz vor der Befreiung stehende Konzentrationslager Bergen-Belsen in Richtung KZ Theresienstadt zu deren Vernichtung. Der so genannte Verlorene Zug wird bis Tröbitz durch Deutschland irren, wo er am 23. April von russischen Truppen befreit wird.

1946: Bei den ersten japanischen Parlamentswahlen nach dem 2. Weltkrieg dürfen erstmals auch Frauen wählen. Das Wahlalter wird auf 20 Jahre gesenkt.

1949: Das Besatzungsstatut für Deutschland wird von den drei Westalliierten in Washington beschlossen und dem Parlamentarischen Rat in Deutschland übermittelt. Die damit verbundenen Alliierten Vorbehaltsrechte bestehen noch bis zur Wiedervereinigung Deutschlands 1990.

1965: Der Wachsoldat Reza Schamsabadi verübt vor dem Teheraner Marmorpalast ein Attentat auf Schah Mohammad Reza Pahlavi, das dieser jedoch unverletzt überlebt. Drei Sicherheitskräfte kommen bei dem Anschlag ums Leben.

1974: Israels Ministerpräsidentin Golda Meir tritt zurück, nachdem ein Untersuchungsausschuss eine Mitschuld ihrer Regierung am Ausbruch des Jom-Kippur-Kriegs festgestellt hat.

1979: Die Vereinigten Staaten regeln im Taiwan Relations Act die künftigen staatlichen Kontakte mit Taipeh. Dies ist durch die zu Jahresbeginn erfolgte Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit der Volksrepublik China und deren Ein-China-Politik erforderlich.

1993: Der südafrikanische Apartheidgegner und Guerillakämpfer Chris Hani wird von weißen Extremisten ermordet. In das Komplott gegen das Mitglied der South African Communist Party und Stabschef des militärischen Arms des African National Congress, Umkhonto we Sizwe, ist auch der ehemalige Parlamentsabgeordnete Clive Derby-Lewis verwickelt.

1997: Im Urteil zum Mykonos-Attentat verurteilt das Berliner Kammergericht die vier Angeklagten wegen Mordes. Der Hauptangeklagte Kazem Darabi wird zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Urteil stellt auch fest, dass die obersten politischen Führer des Iran vorab über die Morde informiert waren, was zu diplomatischen Verstimmungen mit dem Iran führt.

1998: In Belfast unterzeichnen acht nordirische Parteien sowie die Regierungen von Großbritannien und der Republik Irland das Karfreitagsabkommen, welches den Bürgerkrieg beenden soll.

2000: Angela Merkel wird auf dem CDU-Bundesparteitag in Essen zur Bundesvorsitzenden der CDU gewählt. Generalsekretär wird Ruprecht Polenz.

2006: In Italien gewinnt das Mitte-links-Bündnis L’Unione unter Romano Prodi die Parlamentswahlen gegen das Mitte-rechts-Bündnis Casa delle Libertà unter Silvio Berlusconi mit knappem Vorsprung. Das endgültige Wahlergebnis steht erst am nächsten Morgen fest.

2008: In Nepal finden die ersten Wahlen seit fast zehn Jahren statt. Bei der auf Basis der Resolution 1740 des UN-Sicherheitsrates abgehaltenen Wahl zur verfassungsgebenden Versammlung gewinnt die Kommunistische Partei Nepals unter dem ehemaligen Rebellenführer Pushpa Kamal Dahal die Mehrheit vor der Kongresspartei von Premierminister Girija Prasad Koirala.

 

(Quelle: Wikipedia)

 

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