Panorama

Die Jahrestage aus Politik und Weltgeschehen: 18. März

Auf AGITANO lassen wir täglich das Weltgeschehen wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten zu politischen Ereignissen werden genauso in Erinnerung gerufen, wie besondere Daten des Weltgeschehens. Heute: der 18. März.

 

37: Auf Initiative des Prätorianerpräfekten Quintus Naevius Sutorius Macro wird das Testament des verstorbenen Tiberius, in dem er seinen Enkel Tiberius Gemellus zum Miterben ernennt, vom römischen Senat für ungültig erklärt und Caligula zum alleinigen römischen Kaiser bestimmt.

1229: Obwohl vom Papst gebannt, krönt sich Kaiser Friedrich II. während des Fünften Kreuzzuges selbst zum König von Jerusalem, nachdem ihm Sultan Al-Kamil die Stadt im Frieden von Jaffa abgetreten hat.

1241: In einer Schlacht bei Chmielnik wird ein polnisches Ritterheer von der westwärts ziehenden Goldenen Horde mongolischer Tataren vernichtend geschlagen, die Stadt weitgehend zerstört.

1414: Ernst der Eiserne lässt sich als letzter Herzog von Kärnten auf dem Fürstenstein in Karnburg bei Maria Saal in slowenischer Sprache einsetzen und nennt sich von diesem Zeitpunkt an Erzherzog. Er ist damit der erste Habsburger, der diesen Titel tatsächlich führt.

1438: Der ungarische König Albrecht II. von Habsburg wird in Frankfurt am Main zum deutschen König gewählt. Zu einer Krönung kommt es allerdings nie.

1522: Der spanische Seefahrer Juan Sebastián de Elcano entdeckt auf seiner Weltumrundung eine Insel, der er jedoch keinen Namen gibt. Es handelt sich um die heutige Amsterdam-Insel im Indischen Ozean.

1526: Der in der Schlacht bei Pavia in Gefangenschaft geratene französische König Franz I. wird nach dem Abschluss des Friedens von Madrid im Austausch gegen zwei seiner Söhne, die als Geiseln nach Madrid gebracht werden, von Kaiser Karl V. freigelassen. Nur zwei Monate später bricht er jedoch den Vertrag und setzt mit der Liga von Cognac den Habsburgisch-Französischen Gegensatz fort.

1558: Auf dem Frankfurter Kurfürstentag erneuern die Teilnehmer den Kurverein und geben ihm eine Satzung, die bis zum Reichsende im Jahr 1806 in Kraft bleibt.

1582: Auf Wilhelm I. von Oranien, einen Führer im Achtzigjährigen Krieg, verübt der Biskayer Jean Jaureguy ein Attentat, das das Opfer verletzt überlebt.

1584: Nach dem Tod von Zar Iwan IV. „dem Schrecklichen“ kommt sein geisteskranker Sohn Fjodor an die Macht. Die Regierungsgeschäfte führt Boris Godunow.

1608: Nach seinem Sieg über Jakob wird Sissinios in Aksum zum Negus Negesti, dem Kaiser von Äthiopien gekrönt.

1643: Bei der Schlacht von New Ross besiegt während der Irischen Konföderationskriege die englische Armee unter James Butler die irischen Konföderationstruppen unter Thomas Preston.

1673: Lord John Berkeley, 1. Baron Berkeley of Stratton verkauft seinen Teil von New Jersey an die Quäker.

1766: Das britische Parlament hebt das Stempelgesetz auf, das in den nordamerikanischen Kolonien Widerstände bei den „Söhnen der Freiheit“ ausgelöst hatte.

1793: Der am Vortag erstmals zusammengetretene Rheinisch-Deutsche Nationalkonvent erklärt die von ihm vertretenen Gebiete als Mainzer Republik für unabhängig. Andreas Joseph Hofmann ruft vom Balkon des Deutschhauses die erste Republik auf deutschen Boden aus.

1793: Österreich unter Friedrich Josias von Sachsen-Coburg-Saalfeld vertreibt in der Schlacht von Neerwinden während des Ersten Koalitionskrieges die Franzosen unter Charles-François Dumouriez aus den Österreichischen Niederlanden.

1795: Der kurländische Landtag beschließt, sich mit dem Herzogtum Kurland und Semgallen unter russische Regentschaft zu begeben. Der Herzog wird mit einer Pension abgefunden, das Gebiet als Gouvernement Kurland in das Zarenreich integriert.

1813: Russische Truppen unter dem Befehl von Friedrich Karl von Tettenborn besetzen während des Befreiungskrieges Hamburg und beenden mit der Vertreibung der Franzosen die erste Hamburger Franzosenzeit. Diese erobern jedoch durch Louis-Nicolas Davout am 30. Mai die Stadt zurück.

1839: Der chinesische Kaiser Daoguang untersagt per Edikt ausländischen Handelsgesellschaften, Opium nach China zu importieren und entsendet Kommissar Lin Zexu zur Durchsetzung dieser Bestimmung nach Kanton. Er löst damit indirekt den nachfolgenden Ersten Opiumkrieg aus.

1848: Die Märzrevolution pflanzt sich im Deutschen Bund fort; in Berlin kommt es trotz Zugeständnissen durch König Friedrich Wilhelm IV. zum Barrikadenaufstand.

1865: In den ausgebrochenen Tripel-Allianz-Krieg wird das offiziell neutrale Argentinien hineingezogen. Paraguay erklärt ihm den Krieg, weil seine Truppen keine Durchmarschrechte durch die argentinische Provinz Corrientes erhalten.

1871: Französische Regierungstruppen versuchen in der Nacht, die Pariser Nationalgarde zu entwaffnen. Das führt zum offenen Aufstand der Pariser Kommune.

1890: Reichskanzler Otto von Bismarck reicht sein Entlassungsgesuch bei Kaiser Wilhelm II. ein, worauf der junge Monarch zuvor mehrfach gedrängt hat. Zwei Tage später ist der Rücktritt vollzogen.

1911: General Paul von Hindenburg nimmt mit 64 Jahren seinen Abschied und wird unter Verleihung der Schwarzer Adlerordens in den Ruhestand versetzt, aus dem er nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs jedoch wieder zurückgeholt wird.

1913: Georg I., König von Griechenland, wird von dem Revolutionär Alexander Schinas in Saloniki ermordet. Nachfolger wird sein Sohn Konstantin.

1915: Im Ersten Weltkrieg scheitert ein gemeinsamer Angriff der britischen und französischen Marine auf die Dardanellen in der Schlacht von Gallipoli. Bei dem Desaster wird unter anderem das britische Schlachtschiff HMS Irresistible versenkt.

1918: Die Vierte Flandernschlacht beginnt mit Artilleriefeuer der deutschen Truppen auf alliierte Stellungen, dem zwei Stunden später das deutsche Überschreiten des Flusses Yser folgt.

1921: Der Kronstädter Matrosenaufstand bei Petrograd gegen die Regierung Sowjetrusslands, der am 24. Februar begonnen hat, wird endgültig blutig niedergeschlagen. Im Gefängnis von Kronstadt kommt es zu Massenerschießungen.

1921: Der Polnisch-Sowjetische Krieg endet durch den Frieden von Riga. Polen erhält erheblichen Gebietszuwachs, während die Sowjetunion freien Warenverkehr nach Litauen garantiert bekommt.

1922: Mahatma Gandhi tritt in Britisch-Indien eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren wegen zivilen Ungehorsams an, von denen er aber gesundheitsbedingt nur zwei Jahre absitzen wird.

1945: 1.250 amerikanische Bomber fliegen im Zweiten Weltkrieg einen Luftangriff auf Berlin.

1953: Der Deutsche Bundestag in Bonn verabschiedet das deutsch-israelische Wiedergutmachungsabkommen.

1961: Nach dem Rücktritt von Hanns Seidel wird Franz Josef Strauß Vorsitzender der Christlich-Sozialen Union (CSU).

1962: Frankreich und die Front de Libération Nationale unterzeichnen in Évian-les-Bains die Verträge von Évian zur Beendigung des Algerienkrieges. Am folgenden Tag tritt ein Waffenstillstand in Kraft und Frankreich entlässt Algerien in die Unabhängigkeit.

1970: Der kambodschanische Premierminister Lon Nol entmachtet mit Hilfe des Parlaments Prinz Norodom Sihanouk, der sich zu diesem Zeitpunkt auf Auslandsreise befindet, als Staatschef.

1975: Die Volksrepublik China erlässt eine Amnestie für alle ehemaligen Funktionäre der Kuomintang.

1978: Der ehemalige pakistanische Ministerpräsident Zulfikar Ali Bhutto wird wegen der angeblichen Anstiftung zum Mord an einem Oppositionspolitiker zum Tode verurteilt.

1990: In Estland gewinnt die estnische Unabhängigkeitsbewegung die ersten freien Wahlen seit der Loslösung von der Sowjetunion.

1990: In der Deutschen Demokratischen Republik finden die einzigen freien Wahlen zur Volkskammer statt. Die CDU der DDR wird mit Abstand stärkste Partei, insgesamt ziehen 12 Parteien in die Volkskammer ein.

1991: Jonas Savimbi, der Führer der Befreiungsbewegung UNITA, erklärt den Bürgerkrieg in Angola für beendet.

1994: In Washington unterzeichnen Vertreter kroatischen und muslimischen Bevölkerungsgruppen Bosniens während des Bosnienkrieges einen Vertrag zur Gründung der Föderation Bosnien und Herzegowina.

2002: US-General Tommy R. Franks erklärt die seit 1. März laufende Operation Anaconda mit dem Ziel, 500 bis 1000 im Osten Afghanistans vermutete al-Qaida– und Taliban-Kämpfer zu töten, für beendet und bezeichnet sie als vollen Erfolg, was von einigen militärischen Beobachtern allerdings angezweifelt wird.

 

(Quelle: Wikipedia)

 

ElSchnuppero

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