Management

Die Woche der Wertschätzung – die beste Währung für Leistung im Job

Wertschätzende Dankeschöns am laufenden Band

Ja, man kann gar nicht oft genug Danke sagen. Für ein Danke braucht es kein Budget. Bringen Sie also das Danken in Ihr tagtägliches Miteinander – und auch in Ihre Unternehmenskultur. Sagen Sie Danke, sooft es nur geht. Hier gleich ein paar konkrete Ideen dazu:

  • – Machen Sie einmal pro Woche Ihren persönlichen Dankeschön-Tag. Rufen Sie dazu mindestens fünf Kunden/Kollegen/Mitarbeiter an und sagen Sie einfach mal danke. Das nennt man auch ‚Kuschel-Calls‘. Wenn es dabei um Kundenpflege geht: Nicht an externe CallCenter wegdelegieren – selber ‚kuscheln‘. Und wichtig dabei: Nichts verkaufen – nur ‚kuscheln‘. Über den Nachsatz „Haben Sie bei der Gelegenheit noch eine Frage an mich?“ und eine laaange Pause ergibt sich womöglich noch was.
  • – Lassen Sie alle Ihre Briefe und Mails, wenn passend, mit einem Danke beginnen. Und lassen Sie auch Ihre Produkte danke sagen. „Danke“, sagt etwa der Boden einer Käsepackung. „Mit dem Kauf dieses Produkts haben Sie einige Kühe im rauen Norden Hollands richtig glücklich gemacht.“ Naja, über den Text lässt sich streiten, aber die Idee ist gut.
  • – Danken Sie Ihren Kunden nicht zu deren Geburtstag, sondern zum Geburtstag der Kundenbeziehung. Die A1 Telekom Austria verschickt an ihre Business-Kunden ein Danke-Plakat zum 1. Jahrestag der Zusammenarbeit.
  • – Führen Sie in Ihrem Unternehmen einen offiziellen Danke-Tag oder eine eigene Woche der Wertschätzung ein – und überlegen Sie sich gemeinsam ein paar verrückte Sachen dazu.
  • – Machen Sie für Ihre Kundenparkplätze ein ‚Danke, dass Sie uns besucht haben‘-Schild, und stellen Sie es auf, bevor der Kunde Sie wieder verlässt.
  • – Das Hotel Schindlerhof bedankt sich für sofort bezahlte Rechnungen. Die Schweizer Stadt St. Gallen verschickt ein Danke-Schreiben für prompte Steuerzahlungen. Auf welche Weise können Sie Ihre Kunden mit einem Dank überraschen?
  • – “Danke, dass Sie heute unser Kunde waren”, sagt die Verkäuferin. „Es hat mir Spaß gemacht, Sie zu bedienen. Kommen Sie doch bald mal wieder vorbei.“ – „Danke, dass Sie am Telefon immer so angenehm sind. Ich freue mich schon auf das nächste Gespräch mit Ihnen“, sagt der Verkaufsinnendienst. „Danke, dass Sie gleich damit zu uns gekommen sind“, heißt es bei einer Reklamation. Und „Danke, dass Sie das so offen aussprechen“ sagt man selbst bei der dicksten Beschwerde.

Jedes Dankeschön zeigt Wertschätzung. Und in Wertschätzung steckt Schatz. Zeigen Sie den Menschen, welchen Wert, ja welchen Schatz sie darstellen. Wer Wertschätzung erhält, verändert sich. Und wer Wertschätzung gibt, führt die Menschen überall hin. Wird die zwischenmenschliche Wertschätzung auf der Werte-Skala ganz nach oben gestellt, hat man die Basis für den Erfolg quasi schon in der Tasche.

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Das Buch zur Vertiefung:

Anne M. Schüller
Touchpoints
Auf Tuchfühlung mit dem Kunden von heute
Managementstrategien für unsere neue Businesswelt
Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Gunter Dueck
Gabal, März 2012, 350 S., 29,90 Euro, 47.90 CHF
ISBN: 978-3-86936-330-1
Ausgezeichnet als Mittelstandsbuch des Jahres
und mit dem Trainerbuchpreis 2012

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Über die Autorin:

Anne M. Schüller ist Managementdenker, Keynote-Speaker, zehnfache Buch- und Bestsellerautorin und Consultant. Die Diplom-Betriebswirtin gilt als Europas führende Expertin für Loyalitätsmarketing und ein kundenfokussiertes Management. Sie zählt zu den gefragtesten Business-Referenten im deutschsprachigen Raum. Zu ihrem Kundenkreis zählt die Elite der Wirtschaft.

Weitere Informationen unter:
www.anneschueller.com und

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Das Hörbuch zum Thema

Anne M. Schüller Anne M. Schüller Hörbuch
Touchpoints
Auf Tuchfühlung mit dem Kunden von heute
Managementstrategien für unsere neue Businesswelt
ungekürzte Hörbuchfassung, 8 CDs
ISBN 978-3-86936-501-5, € 49,90 / CHF 62.50

Marc Brümmer

8 Kommentare zu “Die Woche der Wertschätzung – die beste Währung für Leistung im Job

  1. Ich finde es nicht wertschätzend, wenn bei twitter nicht geantwortet wird und die Kommentarfunktion im eigenen Blog deaktiviert ist.
    Es wird nicht umgesetzt, was geschrieben wird, sehr schade.
    Nicht zu kommunizieren ist Einbahnstrassenkommunikation und aus der sind wir mittlerweile herausgewachsen.

  2. Vielen Dank Frau Bloch, für Ihre Rückmeldung. Aufgrund unseres intensiven Tagesgeschäfts rutschen Social Media Kommentare vereinzelt durch, wie leider Ihrer. Wir möchten in diesem Bereich unsere Reaktionsfähigkeit und -schnelligkeit deutlich verbessern. Was können wir aus Ihrer Sicht hierzu machen? Ich freue mich über einen konstruktiven Austausch und einige Verbesserungsvorschläge. Vielen Dank im Voraus. Es grüsst Sie freundlichst … Oliver Foitzik (Herausgeber AGITANO)

  3. Hallo Herr Foitzik,
    ich meinte mit meinem Kommentar primär Frau Schüller.
    Aber auf Agitano trifft es zumindest via twitter und Xing auch zu.
    Was Sie tun können?
    Monitoren Sie, was über oder an Sie geschrieben wird.
    Und reagieren Sie zeitnah darauf.
    Ein Beispiel wie man es richtig gut macht ist die Fa. Otto.
    Die haben Social Media total verstanden.

    Viele Grüße
    Martina Bloch

    1. Danke für die Aufkärung (wer gemeint war). Uns war es nicht klar, wenn Sie genau adressierten und dann machten wir uns mal auf die Suche. Auf Twitter stimme ich Ihnen zu. Bei XING sehe ich es etwas anders. Und es ist auch immer eine Frage des Blickwinkels. Fa. Otto ist sicherlich ein (sehr) gutes Beispiel für Social Media Total, nur muss man dann auch die verfügbaren Ressourcen und Mittel betrachten (was machbar und leistbar ist und was nicht). Auf alle Fälle Danke … auch für die Tipps. Grüsse Oliver Foitzik

  4. Herr Foitzik,

    > nur muss man dann auch die verfügbaren Ressourcen > und Mittel betrachten (was machbar und leistbar
    > ist und was nicht).
    Wenn Sie die nicht haben, sollten Sie kein Social Media betreiben.
    Es ist wie mit ein bisschen schwanger. Das geht nicht!
    Wie schon geschrieben: Die Zeit der Einbahnstrassenkommunikation, früher als Dialogmarketing betitet, ist vorbei.
    Wenn Sie nicht kommunizieren, werden die Menschen aufhören, mit Ihnen zu reden und nicht mehr lesen, was Sie schreiben.

  5. Guten Tag,
    die Idee bewusst und wertschätzend mit Kunden und Mitarbeitern umzugehen, ist das A & 0 für erfolgreiches, motiviertes Tun – egal in welchem Bereich.
    Und möglicherweise ist die Woche der Wertschätzung ein Mittel, um den Gedanken mehr in die Welt zu bringen. Letztlich ist aber nur durch das eigene, täglich praktizierte Verhalten im Sinne von “steter Tropfen höhlt den Stein” eine Veränderung im Umgang miteinander möglich. Also: nicht auf die Woche der Wertschätzung warten, sondern jetzt anfangen!

  6. Bereits seit Jahren ist Frau Schüller dafür bekannt, nicht zu reagieren. Damals war sie noch aktiv auf Xing, ist es vielleicht noch, ihre Postings schmiss sie unter das Volk und ritt von dannen. Fast bewundernswert, dass sie es dennoch schafft, erfolgreich zu sein. Oder gerade deshalb?

  7. Danke für die Hinweise, liebe Frau Bloch und liebe Frau Lierden. Ich teile hier lieber den Standpunkt von Frau Bahnsen, dass jeder auf seine Weise und nach seinem Gusto kleine Gesten der Wertschätzung in die Welt bringt – und das am besten täglich und nicht nur während einer Woche der Wertschätzung.

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