Energie & Umwelt

Energiewende: Investitionsbedarf in öffentliche Gebäude bei 75 Mrd. Euro

Laut der staatlichen KfW-Bankengruppe liegt der Investitionsbedarf für die energetische Sanierung von Gebäuden der kommunalen und sozialen Infrastruktur in dem Zeitraum 2012 bis 2020 bei 75 Milliarden Euro. Der größte Sanierungsbedarf besteht dabei mit 27 Milliarden Euro in den öffentlichen Schulen. Sporthallen schlagen mit 7 Milliarden Euro zu Buche, Pflegeeinrichtungen mit 6,1 Milliarden Euro. Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe: „Der energetische Sanierungsbedarf ist enorm und u.a. eine Folge des hohen Alters vieler Gebäude, von denen drei Viertel noch vor der 1. Wärmeschutzverordnung 1977 errichtet wurden. Außerdem wird hier deutlich, welche Folgen der durch die knappen Finanzmittel hervorgerufene Sanierungsstau hat. (…) Damit aber die Energiewende gelingen kann, muss endlich energetisch saniert werden. Viele Kommunen wollen das auch tun, aber es bleibt zu fürchten, dass sich der Investitionsstau im nächsten Jahr noch weiter vergrößert.“ Das Einsparpotential in diesem Bereich ist jedoch enorm: 40% des deutschen Primärenergieverbrauchs entfallen auf Gebäude, davon rund 60% auf Nichtwohngebäude.

Zusätzlich müssen bis 2020 in der kommunalen und sozialen Infrastruktur rund 22.600 Gebäude neu errichtet werden. Die Investitionskosten belaufen sich hierfür auf rund 50 Milliarden Euro. Davon entfallen rund 14 Milliarden Euro auf Sporthallen, 9,7 Milliarden Euro auf Pflegeeinrichtungen und 8,2 Milliarden Euro auf Schulen.

Derzeit setzt sich der bundesweite Bestand an Gebäuden der kommunalen und sozialen Infrastruktur aus rund 300.000 Gebäude mit einer Bruttogrundfläche von rund 313 Millionen m² zusammen. 53.500 davon sind Schulen, gefolgt von Bereitschafts- und Rettungsdiensten (35.600), Kindertagesstätten (35.000), Sporthallen (33.000) sowie Umkleidegebäuden (28.500) und Verwaltungsgebäuden (25.350). Die KfW vergibt für die Investitionen günstige Kredite an die Kommunen (ab 0,2 % Zinsen p.a.) sowie Förderkredite an gemeinnützige Organisationen (ab 1 % p.a.).

 

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