Wirtschaft

EU-Kartellverfahren gegen Apple und Co wegen E-Books

Die EU-Kommission hat ein Kartellverfahren gegen den US-Technologiekonzern Apple und fünf große internationale Verlagshäuser, darunter die deutsche Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, eingeleitet. Sie werden verdächtigt, ein Kartell für E-Bücher aufgebaut zu haben. Ebenfalls betroffen: Die Verlagshäuser Hachette Livre aus Frankreich, Harper Collins und Simon & Schuster aus den USA sowie Penguin aus Großbritannien.

Gegenstand der Untersuchung sei in erster Linie, „ob die Verlage und Apple rechtswidrige Vereinbarungen geschlossen oder durch andere Verhaltensweisen Wettbewerbsbeschränkungen“ in Europa „bezweckt oder bewirkt haben“. Auch die Verträge sollen untersucht werden, die die fünf Verlage mit Einzelhändlern für den Absatz der E-Books geschlossen haben. Im Falle eines Kartells könnte das für die betroffenen Unternehmen Geldbußen in Höhe von bis zu 10% des Jahresumsatzes bedeuten.

Auch die US-Wettbewerbshüter untersuchen mögliche Absprachen bei E-Books. Sharis Pozen, oberste Wettbewerbshüterin des US-Justizministeriums: „Wir nehmen ebenfalls die Branche der elektronischen Bücher unter die Lupe, zusammen mit der EU-Kommission und Generalstaatsanwälten aus den US-Bundesstaaten.“ In den USA droht den Unternehmen zudem eine Sammelklage.

 

ElSchnuppero

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