Wirtschaft

EU-Kommission blockiert Börsenfusion wegen Monopolrisiken

Die Frankfurter Börse und die New Yorker NYSE Euronext planen bis Ende des Jahres einen Zusammenschluss. Laut einer allerdings nur vorläufigen Position der EU-Kommission dürfte dies so nicht genehmigt werden, wenn dann nur unter strengen Auflagen. Denn die EU-Kommission als oberste Kartellbehörde zeigt sich besorgt, „dass ein sehr starker Player den Derivatemarkt in Europa monopolisieren könnte“. Die neue „Superbörse“ würde zum weltgrößten Börsenbetreiber und zur Nummer Eins des Derivatehandels in Europa aufsteigen. Die EU-Wettbewerbshüter würden nicht zulassen, dass die neue Superbörse Konkurrenten den Zugang erschwere oder die Flexibilität der Nutzer einschränke.

Die beiden Börsen sehen das anders. Sie sind der Ansicht, „dass der Zusammenschluss den Nutzern erhebliche Kapital- und Kostenersparnisse bietet, die Entstehung eines einheitlichen, liquiden EU-Kapitalmarkts für Geldbeschaffung und Risikomanagement voranbringt und die Wettbewerbssituation nicht grundlegend verändert“.

Bis zum 13. Dezember will die EU-Kommission bekanntgeben, ob und wenn ja, unter welchen Bedingungen sie die Fusion zulässt. Möglicherweise werden als Auflagen die Abgabe von Geschäftsbereichen oder Auflagen für den Derivate-Handel gefordert. Zudem stehen noch zahlreiche Prüfungen weiterer Kartellbehören aus. Insgesamt 40 europäische und US-amerikanische Wettbewerbs- und aufsichtsrechtliche Behörden müssen dem Deal zustimmen.

ElSchnuppero

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