Wirtschaft

Euro-Rettungsschirm herabgestuft, Politik reagiert gelassen

Nach der Herabstufung von neun Euro-Ländern (Frankreich, Österreich, Italien Spanien, Portugal, Slowakei, Slowenien, Malta und Zypern) am letzten Freitag, hat die Ratingagentur Standard & Poor’s nun auch dem europäischen Rettungsschirm EFSF die Bestnote entzogen und auf AA+ herabgestuft. Der EFSF wird allerdings bereits im Juli 2012 durch den im letzten Jahr ausgestalteten ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus) abgelöst, der mit echten Einzahlungen fester unterlegt sein wird, was in stabiler als den EFSF machen wird. 

Die Politiker in Europa reagierten daher ziemlich gelassen auf den Schritt der Ratingagentur: Der EFSF wies darauf hin, dass die beiden anderen großen Ratingagenturen, Moody’s und Fitch Ratings, den Rettungsfonds weiterhin mit dem Spitzenrating bewerteten und auch keine Entscheidung über den EFSF in unmittelbarer Zukunft angekündigt hätten. Klaus Regling, der Chef des EFSF: „Der EFSF hat genug Mittel, um seine Verpflichtungen unter den laufenden und potenziellen künftigen Anpassungsprogrammen zu erfüllen, bis der ESM seine Arbeit im Juli 2012 aufnimmt.“ Der französische Finanzminister Francois Baroin äußerte die gleiche Meinung: „Die Verleihkapazität des EFSF ist weiter intakt. Es gibt genügend Mittel und Garantien, um die derzeitigen und künftigen Verpflichtungen zu erfüllen.“

Das Beispiel der USA zeigt, dass eine Abstufung auch nicht zwangsläufig zu höheren Zinsleistungen führen muss. Die USA haben im Sommer 2011 ebenfalls durch die Ratingagentur S&P ihr Toprating verloren, die Zinsen sind aber dennoch gesunken.
 

 

ElSchnuppero

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