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Eurostat Jahrbuch der Regionen 2012 – Daten zu mehr als 1.300 Regionen in der EU

Mit dem statistischen Atlas der EU steht ein neues interaktives Werkzeug zur Verfügung – Daten aus den 1.300 Regionen

Bild: cc-by rockcohen

In welcher Region der EU trägt Landwirtschaft am meisten zur Wirtschaft bei? Und wo ist Forschung und Entwicklung am bedeutendsten? Welche Region ist am dichtesten besiedelt? Wo ist die Arbeitslosenquote am niedrigsten und wo das BIP pro Einwohner am höchsten?

Antworten auf diese sowie auf viele weitere  Fragen finden sich in der Ausgabe 2012 des Jahrbuchs der Regionen von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union. Diese Veröffentlichung gibt einen Überblick über die aktuellsten wirtschaftlichen, sozialen und demografischen Entwicklungen in den 271 Regionen der NUTS Ebene 2, sowie für einige Indikatoren, in den 1.303 Regionen der NUTS Ebene 3 der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union und, sofern vorhanden, in den Regionen der vier EFTA-Länder (Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz), dem Beitrittsland (Kroatien) und den drei der Kandidatenländer (Montenegro, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien und die Türkei).

Da die Veröffentlichung viele Karten enthält, welches die benutzerfreundlichste Art der Darstellung regionaler Daten ist, steht ab heute auf der Eurostat Webseite ein neues interaktives Werkzeug, der Statistische Atlas, zur Verfügung. Dieser umfasst Karten aller Regionen in der EU (bis zur NUTS Ebene 3) und bietet ebenfalls die Möglichkeit Flüsse, Städte und Straßen anzuzeigen. Auf diesen Karten kann die gesamte Bandbreite der statistischen Indikatoren, die im Jahrbuch der Regionen enthalten sind, ausgewählt und auf klare und leserliche Weise dargestellt werden.

Das Eurostat Jahrbuch der Regionen 2012 beinhaltet 14 Kapitel über Wirtschaft, Bevölkerung, Gesundheit, Bildung, Arbeitsmarkt, Unternehmensstatistiken, Tourismus, Informationsgesellschaft, Landwirtschaft, Verkehr,Wissenschaft, Technologie & Innovation, europäische Städte, Küstenregionen sowie dicht und dünn besiedelte Gebiete. Zur Veranschaulichung der Vielfalt der Daten, die im Eurostat Jahrbuch der Regionen enthalten sind, wird in dieser Pressemitteilung eine kleine Auswahl der Indikatoren aus unterschiedlichen statistischen Themenbereichen vorgestellt.

Höchste F&U Ausgaben in % des BIP in Braunschweig, Brabant Wallon und Pohjois-Suomi

Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) entsprachen im Jahr 2009 2,01% des BIP in der EU27. Der Anteil der F&E Ausgaben am BIP lag in 35 Regionen bei mindestens 3%, und diese machten nahezu die Hälfte der gesamten F&E Ausgaben in der EU27 aus. Von diesen Regionen befanden sich elf in Deutschland, acht im Vereinigten Königreich, vier in Schweden, jeweils drei in Dänemark und Finnland sowie jeweils zwei in Belgien, Frankreich und Österreich. Die Regionen in der EU27 mit dem höchsten Anteil der F&E Ausgaben am BIP waren im Jahr 2009 Braunschweig (7,93% des BIP) in Deutschland, Brabant Wallon (7,63%) in Belgien, Pohjois-Suomi (6,58%) in Finnland, Cheshire (6,51%) im Vereinigten Königreich, Stuttgart (6,44%) in Deutschland, East Anglia (5,59%) im Vereinigten Königreich und Hovedstaden (5,27%) in Dänemark.

In jeweils nur zwei Regionen in Bulgarien und Rumänien beträgt der Anteil der Landwirtschaft an der Wirtschaft 10% oder mehr

Im Jahr 2009 erzeugte Landwirtschaft in der EU27 1,2% der gesamten Bruttowertschöpfung der Wirtschaft, gegenüber 1,9% im Jahr 2000. In der EU27 gab es 22 Regionen, in denen Landwirtschaft einen Anteil von mindestens 5% an der Wertschöpfung hatte: sieben in Rumänien, jeweils vier in Bulgarien und Griechenland, jeweils zwei in Ungarn, Polen und Portugal sowie eine Region in Frankreich. Die Regionen mit dem höchsten Anteil der Landwirtschaft an der Wirtschaft waren Severozapaden (14,1%) und Severen tsentralen (11,9%) in Bulgarien, Nord-Est (10,2%) und Sud-Vest Oltenia (9,7%) in Rumänien, Severoiztochen (9,1%) in Bulgarien, Thessalia (8,9%) in Griechenland, Podlaskie (8,9%) in Polen und Champagne-Ardenne (7,9%) in Frankreich.

-> Den statistischen Atlas der Regionen der EU finden Sie hier.

Marc Brümmer

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