Wirtschaft

Finnland hilft Griechenland, aber nur gegen einen Pfand

16 Länder sind an dem zweiten, 109 Milliarden Euro großen Rettungspaket für Griechenland beteiligt. Finnland stellt zwar nur 1,7% des Pakets, ist aber dennoch einer der wichtigeren Partner bei der Griechenland-Hilfe. Der Grund dafür, ist das „AAA“ Rating des Landes. Das im Norden gelegene, fünf Millionen Einwohner starke Finnland, ist eines der sechs „AAA“ Länder die es in Europa noch gibt. Die Beteiligung von mehr Top-Rating Ländern erhöht die Bewertung der Anleihen und steigert die Erfolgsaussichten auf den Wiederaufbau von Griechenland.

Finnland lässt sich seine Hilfe jedoch bezahlen: in der Form von Pfand. Athen zahlt eine Kaution an Helsinki, die dort in risikoarme Anleinen investiert werden. Finnland investiert dann die Zinsen direkt in den Krisenfond. Wenn Athen seinen Aufgaben und Verpflichtungen erfüllt, wird das Geld von Finnland wieder zurückgezahlt. Finnland ist das einzige Land, dass einen solchen Pfand für seine Hilfe verlangt. Evangelos Venizelos, Griechenlands Finanzminister, erklärte die vereinbarte Kaution soll "der Regierung und dem Parlament Finnlands erlauben, sich an den neuen Hilfen der Euro-Zone für Griechenland zu beteiligen". Europa-kritische Stimmen werden in dem normalerweise Europa wohlgesonnenen Finnland laut. Politiker, die Europa skeptisch gegenüber stehen, würden immer weiter an Bedeutung gewinnen, vor allem bei den Sozialdemokraten, zu denen auch Finnlands Finanzministerin Jutta Urpilainen gehört.

ElSchnuppero

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