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Gefahrstoffe: Mitarbeiter und Umwelt schützen

Zahlreiche Betriebe arbeiten mit Gefahrstoffen: Lösungsmittel zur Reinigung in Handwerksbetrieben oder Kühlschmierstoffe in der Metallbearbeitung – das alles sind Gefahrstoffe. Rechtliche Grundlage für den Umgang mit Gefahrstoffen ist in Deutschland die Gefahrstoffverordnung (GefStoffV), die erstmals 1986 erlassen wurde. Sie basiert auf dem Arbeitsschutzgesetz, dient aber auch dem Schutz der Umwelt. Zuletzt wurde sie 2010 überarbeitet, da sie an die europäische Chemikalienverordnung REACH angepasst werden musste. Für Betriebe, in denen Gefahrstoffe eingesetzt werden, ist ein kohärentes Gefahrstoffmanagement wichtig.

 

Gefahrstoffe: vermeiden – eindämmen – schützen

Gefahrstoffe sind Substanzen mit chemischem Gefährdungspotenzial, egal ob es sich um Reinstoffe oder daraus hergestellte Zubereitungen, also Stoffgemische, handelt. Sie unterliegen einer Kennzeichnungspflicht: Es handelt sich um ein oranges Feld, indem ein Symbol – z.B. eine Flamme für entzündlich – abgebildet ist.
Unter den Begriff fallen alle Stoffe, die explosionsfähig sind, die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten beeinträchtigen oder gefährden können und denen ein Arbeitsplatzgrenzwert zugewiesen wurde. Wenn im Betrieb Gefahrstoffe eingesetzt werden, dann hat der Arbeitgeber bestimmt Vorschriften zu beachten. Er sollte nach dem Prinzip Vermeiden – Eindämmen – Schützen vorgehen.
Diese Handlungsstufen bauen aufeinander auf, d.h.: Wenn Gefahrstoffe nicht ersetzt werden können (Vermeidung also nicht möglich ist), dann sollte man sie soweit wie möglich reduzieren. Im letzten Schritt muss der Arbeiter soweit wie möglich vor den Gefahrstoffen geschützt werden.

 

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So sollte man Gefahrstoffe nicht lagern. (Bild: lichtkunst.73 / pixelio.de)

Lagerung von Gefahrstoffen

Nicht nur für den Menschen, auch für die Umwelt können Gefahrstoffe gravierende Folgen haben. Deshalb unterliegt nicht nur der Umgang mit Gefahrstoffen, sondern auch ihre Entsorgung und Lagerung strikten gesetzlichen Vorgaben. Die Firma Protecto hat verschiedene Produkte im Angebot, um die gesetzlichen Vorschriften zu erfüllen. Die Lösungen zur Gefahrstofflagerung schützen vor brennbaren und explosiven Stoffen ebenso wie vor toxischen Stoffen, die Verätzungen hervorrufen können. Dabei bietet die Firma auch einen Wartungsservice für ihre Produkte an. Generell zeigten Studien, dass Investitionen in den Arbeitsschutz sich für die Unternehmen auszahlen.

Gefahrstoffmanagement

Betriebe, die Gefahrstoffe in der Produktion einsetzen, sollten ein umfassendes Gefahrstoffmanagement etablieren. Denn der Schutz der Mitarbeiter steht beim Umgang mit Gefahrstoffen an oberster Stelle – außerdem können durch Unfälle Imageschäden und damit wirtschaftliche Schäden für das Unternehmen entstehen.
Deshalb sollte eine Gefahrstoffstelle eingerichtet werden, die für die Genehmigung und Prüfung des Einsatzes von Gefahrstoffen zuständig ist. Sie ist dafür verantwortlich, dass die gesetzlichen Sicherheitsbestimmungen im Sinne von Mensch und Umwelt eingehalten werden. Neben der entsprechenden technischen Ausrüstung ist ein durchdachtes Gefahrstoffmanagement das beste Mittel zur Unfallvermeidung.

Katja Heumader

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