Technologie

Impfstoff gegen Herzinfarkt kommt als Nasenspray innerhalb von 5 Jahren, auch Nasentropfen gegen Lungenkrebs entwickelt

Wissenschaftler an der schwedischen Universität Lund haben einen Impfstoff gegen Herzinfarkte entwickelt. Der Impfstoff sei laut den Wissenschaftlern das erste Arzneimittel, das die Krankheitsursache und nicht ihre Folge bekämpft. Durch den Impfstoff soll die Ansammlung von Fettablagerungen an Blutgefäßwänden verhindert werden, die das Herz mit Blut versorgen, und dadurch mit der Zeit enger werden. Die gestörte Durchblutung kann dann in der Folge zu einem Herzinfarkt führen. Den Impfstoff gibt es bereits in Form von Injektion. Derzeit forschen die Wissenschaftler nun an einem entsprechenden Nasenspray. Die Planungen sehen vor, dass das Arzneimittel innerhalb der nächsten 5 Jahren in den Apothekenverkauf gelangt.

Die Verabreichungsform als Nasenspray oder Nasentropfen ist dabei zunehmend beliebt: Am Universitätsklinikum in Erlangen wurde im Dezember 2011 ein neuer Behandlungsansatz gegen Lungenkrebs entwickelt. Den Wissenschaftlern ist es gelungen, einen für das Tumorwachstum maßgeblich verantwortlichen Botenstoff zu blockieren. Dem Forscherteam gelang es, spezielle Antikörper erfolgreich einzusetzen, die den Botenstoff Interleukin-17A blockieren. Bei Versuchen an Krebsmodellen führte die neue Behandlungsmethode zu einer Hemmung des Tumorwachstums und somit zu einer größeren Überlebensrate. Die Antikörper werden dabei tröpfchenweise über die Nase verabreicht. Noch stehen die klinischen Tests allerdings aus.
(mb)

 

ElSchnuppero

Ein Kommentar zu “Impfstoff gegen Herzinfarkt kommt als Nasenspray innerhalb von 5 Jahren, auch Nasentropfen gegen Lungenkrebs entwickelt

  1. Werden diese Form an Nasenprays auch heute noch empfohlen oder war das lediglich für kurze Zeit ein “beliebter” Impfstoff gegen Herzinfarkt? Vielleicht gibt es auch Statistiken zur Wirkung des Nasensprays…?! Danke für den interessanten Beitrag.

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