Wirtschaft

Informationsdienst Wirtschaft, Energie und Unternehmen: 02.09.2011

IWF sieht 200-Mrd.-Lücke bei europäischen Banken und erntet Proteststurm
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat vor einer gigantischen Finanzlücke bei Europas Banken in der Höhe von bis zu 200 Milliarden Euro gewarnt. Dieses Extremszenario basiert allerdings darauf, dass die Banken alle Staatsanleihen aus allen kriselnden Euro-Schuldenstaaten (Griechenland, Portugal, Spanien, Italien, Frankreich und Belgien) auf den Marktwert abschreiben müssten. Dieses Szenario gilt jedoch als sehr unwahrscheinlich. Entsprechend harsch fielen dann auch die Proteste Seitens der Banken und auch der Politik aus… (vollständiger Artikel: hier).

Griechenland: 14 Mrd. Neuverschuldung und 36 Mrd. ausstehende Steuereinnahmen
Griechenland wird 2011 voraussichtlich eine höhere Defizitquote aufweisen, als noch zu Jahresbeginn prognostiziert. Das Haushaltsdefizit hatte 2009 15,4% und im Jahr 2010 rund 9,5% betragen. Für 2011 waren ursprünglich 7,5% angepeilt worden, aufgrund wegbrechender Staatseinnahmen wegen der tiefen Rezession von rund -4,5% bis -5,5% und gleichzeitig steigenden Ausgaben wird nun allerdings ein Defizit von 8,8% erwartet. So wurden im ersten Halbjahr bereits 14,7 Milliarden Euro neue Schulden aufgenommen. Für das gesamte Jahr war ursprünglich eine Neuverschuldung in der Höhe von 16,7 Milliarden Euro vorgesehen… (vollständiger Artikel: hier).

Deutsches Zwischenlager für russische Atom-U-Boote fertiggestellt
Am 1. September 2011 wurde das gemeinsam mit den russischen Projektpartnern fertig gestellte Zwischenlager für Reaktorsektionen der russischen Atomflotte übergeben. Der stellvertretende Projektleiter Detlef Mietann: „Das nach den höchsten internationalen Standards geplante Lager bedeutet für Russland einen Quantensprung für die Entsorgung atomarer Altlasten.“ Bislang hatte der Frachtraum von drei Frachter im Murmansker Hafen als provisorisches Zwischenlager gedient – etliche ausgemusterte und vor sich hin rostende Atom-U-Boote haben auch noch ihre vollständigen Reaktoren im Rumpf… (vollständiger Artikel: hier).

Berlusconi nennt Italien ein „Scheißland, bei dem ich kotzen könnte“
In einem abgehörten Telefongespräch mit Valter Lavitola, dem Herausgeber einer Online-Zeitung, hat der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi Italien als „Scheißland“ bezeichnet. Wörtlich soll er gesagt haben: „Ich bin völlig transparent, sauber in allem was ich tue. Man kann mir nichts vorwerfen. Die Leute können sagen, dass ich vögele. Das ist das Einzige. In ein paar Monaten werde ich fortgehen, um mich um meinen eigenen Kram zu kümmern. Ich verlasse dieses Scheißland, bei dem ich kotzen könnte.“ … (vollständiger Artikel: hier).

Managerkultur: „Wir sind keine größeren Schweine als früher“
In Österreich haben Top-Manager eine neue Debatte über die Managerkultur in der Alpenrepublik losgetreten. Die Konzernlenker der Erste Bank, der OMV und von REWE Österreich beklagen dabei ein viel zu lasches Vorgehen gegen Korruption und das schlechte Image ihres Berufsstandes. Dies liege auch daran, dass Korruption in Österreich immer noch lediglich als Kavaliersdelikt behandelt werde. Angestoßen wurde die Debatte durch eine Studie des Wiener „International Central European Institute“, wonach 80% der Österreicher großen Unternehmen und deren Führungspersönlichkeiten misstrauen… (vollständiger Artikel: hier).

Ukraine beginnt einseitig mit der Revision der Verträge mit Russland
Seit Jahren schwelt der Streit zwischen Russland und der Ukraine um den Gaspreis, in dessen Zuge es zwischen den beiden Ländern regelmäßig zu einem „Gaspreiskrieg“ kommt, während denen Russland mehrfach die Lieferungen über die Ukraine ausgesetzt hatte, meist im Winter – und zum Leidwesen der Endabnehmer in Europa (siehe die Interpellation im Schweizer Parlament „Gaskrieg zwischen der Ukraine und Russland. Folgerungen der Schweiz“)… (vollständiger Artikel: hier). 

SAP kann Schadensersatz an Oracle von 1,3 Mrd. auf 272 Mio. Dollar drücken
In den Rechtsstreit zwischen dem Walldorfer Softwareunternehmen SAP und seinen US-Konkurrenten Oracle kommt neue Bewegung. Oracle forderte in dem Verfahren um jahrelangen Diebstahl von Software-Codes von SAP vier Milliarden Dollar Schadenersatz. SAP hatte 2005 die Software-Wartungsfirma TomorrowNow übernommen. Allerdings hatten Mitarbeiter von TomorrowNow zuvor im großem Stil unrechtmäßig Updates bei Oracle heruntergeladen…(vollständiger Artikel: hier).

Mitarbeiter verliert geheimen iPhone-Prototyp bei Kneipentour
Ein Mitarbeiter des IT-Riesen Apple hat einen Prototypen des noch streng geheimen neuesten iPhone-Modells verloren. Er habe das Gerät Ende Juli nach dem Besuch einer mexikanischen Bar vermisst, woraufhin die Sicherheitsleute von Apple begannen, das Smartphone zu suchen. Das Gerät soll dann in einer Wohnung in San Francisco geortet worden sein, ein Polizeieinsatz verlief jedoch ergebnislos… (vollständiger Artikel: hier).

Monarchie: Italienisches Dorf will sich vom Schuldenland Italien unabhängig erklären
Italien hat mit einer vergleichsweise hohen Staatsverschuldung von rund 120% des BIP zu kämpfen. Eine eigenwillige Lösung des Schuldenproblems schlägt nun die kleine Gemeinde Filletino rund 100 Kilometer von Rom entfernt ein. Sie will mit den Schulden gar nichts mehr zu tun haben. Dafür will sich das Dorf zum Fürstentum und als von Italien unabhängig erklären… (vollständiger Artikel: hier).

 

ElSchnuppero

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