Energie & Umwelt

Iran mit riesigem 5,3-Billionen-Dollar-Gasfund im Kaspischen Meer

Die islamische Republik Iran hat einen riesigen Gasfund im Kaspischen Meer bekannt gegeben. In 700 Metern Tiefe wurde ein Gasfeld mit geschätzten 15 Billionen Kubikmetern gefunden. Bei einem durchschnittlichen Gaspreis von 353 Dollar pro 1.000 Kubikmetern im ersten Halbjahr 2011 entspricht das einem Wert von rund 5,3 Billionen Dollar.

Der Iran besaß zuvor bereits mit 26,6 Billionen ausgewiesenen Kubikmetern Gas die weltweit zweitgrößten Gasreserven nach Russland und vor dem winzigen Emirat Katar. Der Iran ist ebenfalls der zweitgrößte Ölproduzent der OPEC und besitzt nach Venezuela und Saudi-Arabien die weltweit drittgrößten Ölreserven (137,6 Billionen Barrel Erdöl). 80% der Staatseinnahmen stammen aus dem Ölexport, die Gasgewinnung wird derzeit zu einem Großteil für den heimischen Bedarf verwendet. Im Juli 2011 gab Teheran bekannt, bis 2015 rund 18 Milliarden Dollar in die Modernisierung seiner Erdöl- und Erdgasförderung investieren zu wollen. Dadurch soll die Gasgewinnung verdoppelt werden.
Aufgrund der westlichen Sanktionen gegen den Iran dürfte die chinesische Erdöl- und Chemiekorporation Sinoipec der bevorzugte Partner des Vorhabens werden. Trotz der gigantischen Reserven hinkt die Raffineriekapazität des Landes dem Bedarf weit hinterher, so dass derzeit Benzin und Diesel importiert werden müssen. Die Inflationsrate (11,8% in 2010) und die Arbeitslosigkeit (14,6% in 2010) sind vergleichsweise hoch, die Auslandsschulden mit 12,8 Milliarden Dollar Ende 2010 allerdings moderat (gesamte Staatsverschuldung 2010: 16,2% des BIP). Das Leistungsbilanzsaldo betrug 2010 rund 9,8 Milliarden Dollar, das Haushaltsdefizit wurde von -7,2% in 2006 über -4,0% 2007 und -6,0% in 2008 auf -0,9% im Jahr 2009 zurückgefahren.

 

ElSchnuppero

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