Management

ITK-Trends – Interview mit Peter Müller, GMBP

Im Vorfeld des 56. Roundtable des MUK-IT, der unter dem Titel “Gemeinsamer Blick in die nahe IT-Zukunft” steht, wurden ausgewiesene Experten und Praktiker über deren Einschätzungen zu den anstehenden ITK-Trends und deren Umgang mit diesen befragt.

Das vierte Interview dieser Reihe wurde mit Peter Müller, Geschäftsführer der Gesellschaft für Managementberatung und Projektmanagement (GMBP), geführt.

 

1. Bitte stellen Sie sich kurz vor!

Meine Name ist Peter Müller. Ich habe mehr als 25 Jahre Erfahrung bei international führenden Managementberatungsgesellschaften und war verantwortlicher Partner für verschiedene Kunden und Industrien sowie 6 Jahre für den Bereich IT Strategy and Program Leadership. Seit 2007 bin ich geschäftsführender Gesellschafter der GMBP mit Fokus auf IT-Strategie, IT-Governance und IT-Organisation.

2. Vor welchen Herausforderungen stehen die Unternehmen in den nächsten 12 Monaten?

Die IT steht weiter unter Kostendruck, der alle Bereiche in der IT betrifft. Die IT Abteilungen müssen sich stärker als interner Dienstleister für die Kernprozesse aufstellen und als Innovationstreiber positionieren. Kosten müssen bei den Commodity Services eingespart werden. Dabei müssen neue Zusammenarbeitsmodelle mit anderen Organisationen geprüft und eingegangen werden.

3. Welche ITK-Trends sehen Sie für 2012 als maßgebliche Treiber? Nennen Sie bitte max. drei Entwicklungen und erläutern Sie diese kurz!

Ich sehe hier zwei maßgebliche Punkte:

A) Cloud Computing wird weiter in Erwägung gezogen werden. Die Ängste zur Datensicherheit hemmen jedoch das Wachstum dieser Entwicklung.

B) Nutzenorientierung muss steigen: Einbeziehen von privat genutzten Smartphones und Laptops am Arbeitsplatz; Zugang und Nutzung muss offener gestaltet werden. Die Mitsprache der Nutzer in Sachen IT wird zunehmen und die IT muss sich trotz Standardisierungsüberlegungen flexibel darauf einstellen.

4. In welchen Bereichen müssen auf Anbieter-/Dienstleisterseite noch Hausaufgaben gemacht werden?

IT Anbieter müssen stärker die Bedürfnisse der IT Abteilungen der Unternehmen berücksichtigen und sich als strategischer Partner aufstellen. Die IT Anbieter sind noch zu stark am Hardselling interessiert und zu wenig an langfristigen Beziehungen.

5. Wie offen sind Sie bzw. Ihr Unternehmen für neue ITK-Trends? Und spielen diese bei Ihnen eine zentrale Rolle?

Sehr offen und neugierig.!! In Beratungsprojekten versuchen wir neue Technologien und Denkweisen in die Unternehmen zu tragen, die auch die Flexibilität in der IT Dienstleistung intern erhöhen und das Kerngeschäft besser unterstützen.

6. Wie gehen Sie mit neuen ITK-Trends (in Ihrem Unternehmen) um?

Wir schauen uns immer neue Entwicklung im Hinblick auf den Einsatz ein und probieren diese aus.

7. Wie bewerten Sie neue ITK-Trends? Wie gehen Sie dabei konkret vor?

Wir schauen uns neue Trends immer individuell auf die Kundensituation an und wägen die Vorteile und die Risiken gegeneinander ab. Allerdings versuchen wir Unternehmen zu ermuntern, neue Technologien einzusetzen und über Innovationen in der ITK Wettbewerbsvorteile zu erzielen.

8. Was sollten Unternehmen bei der Umsetzung neuer ITK-Trends unbedingt beachten?

Kritisch aber offen die Machbarkeit und den Einsatz prüfen. Mehr Mut zeigen, auch im Kerngeschäft als kompetenter Berater und Unterstützer aufzutreten.

Herr Müller, vielen Dank für die gewährten Einblicke.

 

Das Interview führte Oliver Foitzik (Herausgeber AGITANO).

 

ElSchnuppero

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