Wirtschaft

Jahreswirtschaftsbericht sieht 0,7% Wachstum und +3,0% bei den Löhnen

Die Bundesregierung hat den Jahreswirtschaftsbericht 2012 vorgelegt. Die Wachstumsprognose für das laufende Jahr wurde dabei von 1,0% auf 0,7% reduziert. 2013 soll die Wachstum dann aber mit 1,6% wieder stärker ausfallen (2009: -4,7%, 2010: 3,7%, 2011: 3,0%). Trotz der Konjunkturdelle im laufenden Jahr werde der Arbeitsmarkt weiter zulegen und die Zahl der Erwerbstätigen um 220.000 auf 41,3 Millionen Beschäftigte ansteigen. Die Arbeitslosenquote würde damit im Jahresmittel von 7,1 auf 6,8% sinken, dem niedrigsten Wert seit 20 Jahren (2010: 7,7%).

Die Inflation soll 2012 deutlich schwächer ausfallen als noch im letzten Jahr und mit im Schnitt 1,8% unterhalb der 2-Prozentschwelle bleiben, bis zu der die EZB die Preisstabilität gewahrt sieht. Da die verfügbaren Einkommen im Schnitt um rund 3,0% zulegen dürften, bleibe unter dem Strich ein deutliches Plus bei der Kaufkraft. Der Binnenmarkt werde 2012 auch die Rolle der Wachstumsstütze übernehmen, da aufgrund der schwächeren Nachfrage aus dem Euro-Raum die Exporte rückgängig sein dürften.

Bundeswirtschaftsminister Rösler kommentiert, die deutsche Wirtschaft sei nach wie vor in einer „erfreulich robusten Verfassung.“ Weiter heißt es: „Aufgrund des schwierigeren außenwirtschaftlichen Umfelds rechnen wir zwar mit einer vorübergehenden Wachstumsdelle im Winterhalbjahr. Allerdings sind wir fest davon überzeugt, dass die deutsche Wirtschaft im Jahresverlauf wieder zu einem höheren Wachstum zurückfinden wird. Maßgeblich hierfür ist der ausgesprochen positive Dreiklang aus steigender Beschäftigung, wachsenden Einkommen und stabilen Preisen.“ Das größte Risiko sei jedoch die Entwicklung auf den Finanzmärkten, insbesondere in der Euro-Zone, so der Minister.
(mb)

 

ElSchnuppero

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