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Kennen Sie die Gegenargumente zum Fachkräftemangel?

… aus der MINT-Kolumne "MINT-Fachkräfte – dringend gesucht" von Dr. Ellen Walther-Klaus, Geschäftsfüherin von MINT Zukunft schaffen.

Der Fachkräftemanagel wird in Deutschland intensiv diskutiert und beide Seiten, die die den Fachkräftemangel sehr ernst nehmen, und die, die diesen als "Geschäftsmacherei" sehen.

Heute wollen wir uns den Gegenargumenten zum Fachkräftemanagel widmen. Die angeführten Punkte sind:

1. Die Erhebungsmethodik ist falsch. Sie macht Doppelzählungen, z.B. bei BA und zugleich bei Leiharbeitsfirmen.

2. MINT-ler arbeiten ausschließlich als MINT-ler oder sind nicht nötig in Beratungsberufen, im Vertrieb etc.

3. Die Gehälter der Fachkräfte in MINT stagnieren. Bei echter Nachfrage (Knappheit) sollten sie steigen. Bruttostundenlöhne für Fachkräfte sinken aktuell um 0,1% (preisbereinigt).

4. Der Fachkräftemangel ist eine ideale Drohkulisse der Lobbyisten, um Löhne niedrig zu halten.

5. Es gibt sehr hohe Ingenieurabsolventenzahlen. In den naturwissenschaftlichen-technischen Fächern geht die Anzahl der Beschäftigten zurück. Es gibt z.B. 2.657 arbeitslose Chemiker und nur 288 offene Stellen.

6. Sinkende Bevölkerung braucht weniger Erwerbstätige.

7. Zuwanderer und längere Arbeitszeiten tragen wesentlich zur Problemlösung bei.

Wie sehen Sie diese Argumente?

 

Im nächsten Teil der Kolumne befassen wir uns mit den Argumenten zum Fachkräftemangel.

Ihre Dr. Ellen Walther-Klaus

 

Zur Person:

Dr. Ellen Walther-Klaus promovierte am Lehrstuhl für mathematische Logik der Ruhr-Uni Bochum. Nach verschiedenen Leitungsfunktionen, unter anderem bei Siemens Nixdorf und der Siemens AG, wechselte sie 2001 zur T-Systems International GmbH. Seit 2007 ist sie Geschäftsführerin von MINT Zukunft schaffen.

Weitere Informationen rund um MINT Zukunft schaffen finden Sie unter www.mintzukunft.de.

 

ElSchnuppero

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