Energie & Umwelt

Lärmschutz mit Klimaschutz: Öko-Lärmschutzwände

Mit Lärmschutzwänden werden Bewohner vor dem nervigen Lärm der Autobahnen und Zugstrecken bewahrt. Jetzt können die Wände auch zum Klimaschutz etwas beitragen. Die Rau Geosystem Süd GmbH hat die weltweit erste Lärmschutzwand entwickelt die zu 100% ökologisch ist. Sie besteht aus Naturstoffen wie Aushubmaterial, Kies oder Schotter sowie anderem Recyclingmaterial und wird nach der Aufstellung mit Kletterpflanzen begrünt. Damit wird so wenig Energie und Neumaterialen für den Bau und Füllung der Wände aufgewendet wie möglich. Des Weiteren können auf ihnen Photovoltaik Module installiert werden, die, nach dem Geschäftsführer der Rau Geosystem Süd GmbH Erwin Königsberger, in vielen Fällen sogar einen Teil der Gesamtmaßnahme tragen können. „Eine drei Meter hohe nach Süden ausgerichtete Wand ist im optimalen Fall in einem Zeitraum von 15 Jahren bezahlt – danach verdient der Investor selbst Geld damit.“

Die Öko-Lärmschutzwand ist außerdem leistungsfähiger als eine gebräuchliche Lärmschutzwand. Diese besitzen nur eine Masse von 40 bis 200 kg/m2 während die Wand von Rau bis zu 800 kg/m2 vorweisen kann. Somit können noch weniger Geräusche die Wand durchdringen. Aufbau und Installierung der Wände wäre ebenfalls robust und ohne großen Aufwand durchführbar. Bislang hat die Firma insgesamt 100.000 Quadratmeter an Öko-Lärmschutzwänden an Autobahnen, Bahnstrecken, Wohngebieten und anderen Orten installiert. Sie seien mehr als nur eine Alternative zu Betonwänden oder Holzkonstruktionen, da die Kletterpflanzen gleichzeitig CO2 und Feinstaub absorbieren können. Die Lärmschutzwände seinen günstiger im Aufbau, hätten die bestmögliche Schalldämmung, besitzen eine Mindestlebensdauer von 80 Jahren und die Betriebskosten gehen gegen Null. „Unsere Ökologiewand ist einfach zu montieren und günstiger als herkömmliche Schallschutzwände“, so Königsberger.

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