Deutschland

Mindestlohn im Bauhauptgewerbe: Beschäftigungseffekte nicht nachweisbar

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat nach den Mindestlönen im Dachdeckerhandwerk und in der Abfallwirtschaft nun die Beschäftigungseffekte des Mindestlohns im Bauhauptgewerbe analysiert. Aus dem Editorial:

Die Debatte um einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland hält an. Mittlerweile sind die branchenbezogenen Mindestlöhne umfassend evaluiert worden. In diesem Beitrag werden die empirischen Untersuchungen zu den Lohn- und Beschäftigungswirkungen des Mindestlohnes im deutschen Bauhauptgewerbe diskutiert. Insgesamt konnten kaum Beschäftigungseffekte nachgewiesen werden. Schwierigkeiten bei Evaluationsstudien bereiten die Datenlage sowie die generelle Beschäftigungsentwicklung der Branche; seit Mitte der 90er Jahre ist die Zahl der Arbeitsplätze im Bauhauptgewerbe um die Hälfte zurückgegangen. Aus den bisher vorliegenden Ergebnissen von Evaluationen branchenspezifischer Mindestlöhne lassen sich keine zuverlässigen Einschätzungen über die Beschäftigungswirkungen eines allgemeinen Mindestlohns ableiten.

-> Link zu der Analyse von Kai-Uwe Müller im DIW-Wochenbericht 47/2012 | PDF, 144 KB. Kai-Uwe Müller ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Staat am DIW Berlin.

(DIW Berlin 2012)

Weitere Analysen zu Mindestlöhnen in Deutschland:

Studie zum Mindestlohn in der Abfallwirtschaft: Auswirkungen auf die Beschäftigung

Der Mindestlohn am Beispiel Dachdeckerhandwerk: Auswirkungen auf Beschäftigung, Arbeitnehmerschutz und Wettbewerb

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