Energie & Umwelt

Netzentlastung durch intelligente Eigenverbrauchserhöhung

Die SMA Solar Technology AG wird Partner in dem von Bundeskanzlerin AngelaMerkel zum Leuchtturmprojekt erklärten Programm E-Energy. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) initiierten Förderschwerpunkts werden neue Lösungen für künftige dezentrale Energieversorgungsstrukturen geschaffen. Mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sollen intelligente Energiesysteme, sogenannte Smart Grids, betrieben werden, in denen viele Erzeugungsanlagen – zunehmend auch solche mit erneuerbaren Energien – mit den Einrichtungen der Stromnetze und den Endgeräten im Haushalt kommunizieren.

 

Ein zentrales Thema ist vor diesem Hintergrund der Eigenverbrauch von Solarstrom. Hier bietet SMA als weltweit führender Wechselrichter-Hersteller mit dem Sunny Home Manager eine ebenso technologisch anspruchsvolle wie für den Verbraucher komfortable Lösung zur intelligenten Eigenverbrauchserhöhung an. SMA kann sich mit der Partnerschaft einmal mehr als Technologieführer positionieren: Der Sunny Home Manager leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Stromnetze.

 

Der Eigenverbrauch von Solarstrom wird im Rahmen der Anfang Mai 2010 vom Bundestag beschlossenen EEG-Änderung aufgrund seiner netzentlastenden Wirkung besonders gefördert. SMA hat in diesem Zusammenhang als erster Wechselrichter-Hersteller mit dem Sunny Home Manager eine Technologie entwickelt, mit der Betreiber von Solarstromanlagen ihre Eigenverbrauchsquote intelligent steigern können. „Man muss diese SMA Entwicklung im Kontext des sogenannten Demand Site-Managements sehen“, so Technologievorstand Roland Grebe.

 

„Hier geht es darum, durch die Integration regionaler Erzeuger unter Einbeziehung von Solar-Prognosen und variablen Tarifinformationen die Eigenverbrauchsquote signifikant zu erhöhen. Das zahlt sich für den Betreiber einer PV-Anlage natürlich aus. Zusätzlich leisten wir so einen entscheidenden Beitrag zur Netzentlastung und vermeiden weitestgehend einen Ausbau der Verteilnetze – auch bei einem zunehmenden Anteil erneuerbarer Energien wie Solarstrom an der Energieversorgung.

 

Betreiber von PV-Anlagen profitieren doppelt

 

Der neue Sunny Home Manager von SMA wird dabei im Zusammenspiel mit dem Wechselrichter zu einem zentralen Element in der Verbrauchersteuerung. Mit den zukünftig variablen Tarifen für den Bezugsstrom sowie einer Solarprognose leitet der Sunny Home Manager Handlungsempfehlungen ab und übernimmt im Automatikbetrieb die optimale Steuerung der angeschlossenen Verbraucher. Betreiber von PV-Anlagen profitieren dabei sowohl von der besonders attraktiven Vergütung für selbst verbrauchten Solarstrom als auch von niedrigeren Energiekosten durch die bessere Ausnutzung günstiger Energietarife.

 

Für Tom Rudolph, Vice President Development Communication Products, liegt der Fokus insbesondere auf einer zukunftssicheren Kommunikationstechnik, weshalb man auf das von der Kölner Ingenieursgesellschaft Kellendonk entwickelte EEBus-Konzept setzt: „EEBus ist ein offener Kommunikationsstandard, der vorsieht, Geräte unabhängig vom Hersteller umfassend miteinander zu vernetzen. Diese intelligente Vernetzung unterschiedlichster Netzteilnehmer ermöglicht gemeinsam mit neuen Energiemanagement-Funktionalitäten eine energiepolitisch sinnvolle Integration der Verbraucher“, so Rudolph.

 

An dem in Kürze startenden Feldtest sind entsprechend namhafte Hersteller aus dem Bereich der Weißen Ware, der Heizungsbranche, der Telekommunikation und der Gebäudeautomation beteiligt. Die Verzahnung des EEBus mit den weltweit bekannten Kommunikationsprotokollen ZigBee und KNX biete zudem maximale Kommunikationsvielfalt zur optimalen Steuerung des Gesamtsystems.

 

„Der modulare EEBus-Aufbau ermöglicht die Einbindung weiterer Kommunikationsprotokolle. Damit sind wir auch auf künftige Marktanforderungen bestens vorbereitet – und schaffen auch langfristig maximalen Verbraucherkomfort“, so Rudolph. Generell unterstützt SMA die Bemühungen, eine normierte Grundlage für die intelligente Verbrauchersteuerung in Haushalten, sogenannte Smart Homes, zu schaffen.

 

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Über E-Energy – Smart Grids made in Germany

Das Förderprogramm „E-Energy – Smart Grids made in Germany“ ist zentraler Bestandteil der Hightech-Strategie und des Programms „Informationsgesellschaft Deutschland 2010“ der Bundesregierung und wurde von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum nationalen Leuchtturmprojekt erklärt. Technologiepartnerschaften in sechs Modellprojekten entwickeln und erproben Schlüsseltechnologien und Geschäftsmodelle für ein „Internet der Energie“. Die Modellprojekte werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) in einer ressortübergreifenden Partnerschaft mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) mit insgesamt 60 Mio. Euro gefördert. Darüber hinaus steuert die Wirtschaft innerhalb der Modellprojekte weitere 80 Mio. Euro für die Erforschung und Erprobung neuer IKT-gestützter Energiesysteme bei. Damit wird ein Gesamtvolumen von rund 140 Mio. Euro mobilisiert.

 

Über EEBus

Der EEBus ist ein domänenübergreifendes, technologieneutrales Vernetzungskonzept für verschiedene Energieverbraucher (z. B. Haushaltsgeräte, Smart Meter etc.), das innerhalb des Förderprogramms „E-Energy – Smart Grids made in Germany“ entwickelt wurde. Als offener Standard soll EEBus die herstellerunabhängige Kommunikation unterschiedlichster Netzteilnehmer ermöglichen und gemeinsam mit neuen Energiemanagementfunktionalitäten eine energiepolitisch sinnvolle Integration der Verbraucher. Die hieraus entstehende Vernetzung wird auf die existierenden standardisierten Protokolle abgebildet. Die in diesem Zusammenhang nötigen Spezifikationsanpassungen in existierenden Standards der Haus- und Gebäudeautomation werden gemeinsam mit den verantwortlichen Organisationen erarbeitet und sollen entsprechend in den jeweiligen Protokollen übernommen werden. Neben den traditionellen Domänen dieser Standards können somit in Zukunft notwendige Funktionen des intelligenten Lastmanagements und sich abzeichnender neuer Serviceangebote abgebildet werden.

 

Über die Kellendonk Elektronik GmbH

Kellendonk ist einer der größten herstellerunabhängigen Technologieentwickler im Bereich Gebäudeautomatisierung und Funktechnologien. Die Kernkompetenz des Kölner Unternehmens liegt in der Umsetzung von Produktideen und innovative Lösungen – angefangen beim Konzept bis hin zur Serienreife. So zum Beispiel der EEBus: Ein offenes System, das Stadtwerke, Energieversorger, Gerätehersteller, Dienstleister und Kunden intelligent vernetzt. In einer Kombination aus Neutralität, Technologieverständnis und einer hochgradigen Vernetzungstiefe mit der Industrie kennt Kellendonk die Interessen des Marktes. Ein normfähiges technologisches Konzept und die breite Unterstützung von Partnern aus der Industrie machen den EEBus zu einer zukunftsfähigen Lösung. Zu einer Lösung, die nicht nur den individuellen Kundennutzen erhöht, sondern ebenso die Energie-Systemeffizienz in Deutschland.

 

Quelle: © Franz Alt 2010

 

ElSchnuppero

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