Wirtschaft

Neue Wettbewerbssituation zwingt auch RWE zum Radikalumbau

Die vier größten deutschen Energieversorger E.on, RWE, Vattenfall und EnBW teilten sich bislang rund 80% des deutschen Energiemarktes. Das Ende der Atomkraft und die Energiewende durch die dezentralen Erneuerbaren Energien führen jedoch zu einer radikal veränderten Marktsituation hier zu Lande. Darauf reagieren nun die großen vier zunehmend mit strukturellen Anpassungen und tiefgreifenden Konzernumbauten.

Nach dem sich bereits am Wochenende der größte deutsche Energieversorger E.on aus seiner bequemen Oligopolsituation verabschiedet hat und sich auf einen härteren Wettbewerb vorbereitet (Details: hier), zieht nun Deutschlands Nummer zwei nach. RWE prüft laut Medieninformationen den Verkauf dreier Töchter für den Vertrieb von Strom und Gas: die Frankfurter Süwag Gruppe, der Saarbrücker Versorger VSE und die Koblenzer Elektrizitätswerke. Zusammen erzielten die drei Töchter 2010 einen Umsatz von 3,2 Milliarden Euro. Das entspricht rund einem Sechstel des inländischen Vertriebsgeschäfts von RWE (Umsatz 2010: 53,3 Mrd. Euro, Gewinn nach Steuern: 3,6 Mrd.). Vorstandschef Jürgen Großmann hat bereits den Verkauf von Konzernbeteiligungen im Wert von acht Milliarden Euro angekündigt. Die konkreten Pläne sollen dem Aufsichtsrat bei einer außerordentlichen Sitzung am kommenden Montag vorgelegt werden.

ElSchnuppero

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