Energie & Umwelt

Nur zehn Länder stoßen zwei Drittel des Kohlendioxids aus – G20 als Klimaretter?

Fünf Länder stehen für die Hälfte der weltweiten Kohlendioxid-Emissionen: China, USA, Indien, Russland und Japan. Zusammen mit den nächst folgenden fünf Staaten erzeugen sie zwei Drittel der klimaschädlichen Emissionen: Brasilien, Deutschland, Kanada, Mexiko und der Iran. Die größten 20 Volkswirtschaften, die in dem G20 Gremium vertreten sind, stehen gar für 80% der Emissionen.

Der Chefökonom und stellvertretende Leiter des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Ottmar Edenhofer schlägt daher vor, anstatt auf UN-Klimagipfeln wochenlang mit 194 Staaten zu verhandeln und am Ende keine wirkliche Lösung präsentieren zu können, sollte der Teilnehmerkreis bei den Verhandlungen auf diesen harten Kern aus Klimasündern und wirtschaftlichen Schwergewichten (G20) reduziert werden.

So könnte beispielsweise endlich eine Abschaffung der Subventionen für fossile Energieträger erreicht werden. Bereits 2009 hatten die G20-Staaten beschlossen, die Subventionen für fossile Energieträger wie Öl und Gas zurückzuführen. Die Subventionen dienen dazu, die Produktion und den Verbrauch fossiler Energien zu unterstützen, allerdings mit gravierenden Nebenwirkungen – so die G20 im Jahr 2009 – „die zu Energieverschwendung führen, die Energiesicherheit verringern, Investitionen in saubere Energien verhindern sowie die Klimaschutzbemühungen unterwandern“. Trotz dieses Übereinkommens und der Ankündigungen haben sich diese Subventionen im Jahr 2010 um weitere 110 Milliarden Dollar auf insgesamt rund 500 Milliarden Dollar erhöht. Eine Tonne Kohlendioxid wird somit heute im globalen Maßstab mit neun Euro subventioniert.

 

ElSchnuppero

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