Energie & Umwelt

Ölpreis könnte im laufenden Jahr nochmals um 20% teurer werden – Credit Suisse

Laut Prognosen der Schweizer Greoßbank Credit Suisse könnte der Ölpreis im laufenden Jahr 2012 nochmals um 20% ansteigen. Grund seien eine mögliche Verbesserung der globalen Konjunktur, aber auch mögliche Risiken, die die Öllieferungen bedrohen. Der Jahresdurchschnittspreis für ein Fass (Barrel) Öl der Nordsee-Sorte Brent könnte damit bei 125 US-Dollar liegen. Laut den Prognosen der Credit Suisse werde sich das US-basierte WTI-Öl analog um 12% auf 112 Dollar verteuern. Im 1. Quartal 2012 hat die Sorte Brent pro Fass 118,5 Dollar und ein Fass der Sorte WTI im Schnitt 103,03 Dollar gekostet. Die Erwartungen hatten lediglich bei 100 beziehungsweise 90 Dollar je Barrel gelegen.

Der stetig steigende Erdölpreis frisst dabei traditionell große Teile des Wirtschaftswachstums auf, sprich der Unternehmensgewinne und Lohnzuwächse. So waren die deutschen Rohölimporte 2011 so teuer wie nie zuvor. Trotz eines Rückgangs von 4,3% gegenüber 2010 stiegen die Ausgaben um 28,2% auf 51 Milliarden Euro an. Der größte Teil der deutschen Ölimporte entfallen mit 40,6% auf Russland, gefolgt von 13,7% aus Großbritannien und 7,5% aus Norwegen. Es folgen Kasachstan, Nigeria, Libyen, Algerien, Aserbaidschan, Ägypten und Angola. (Zu der Manipulation des Ölpreises seitens der Förderländer/OPEC sowie den Einfluss der Rohstoffspekulanten mit Erdöl siehe den Artikel „Studie zu Benzinpreisen und Tankstellen-Oligopol“.)
(mb)

 

ElSchnuppero

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