Energie & Umwelt

Ölpreisexplosion und steigender Gaspreis bis 2015 prognostiziert

Nach Prognosen der Internationalen Energie-Agentur (IEA) wird es in den nächsten Jahren zu einem drastischen Anstieg des Ölpreises kommen. Kurzfristig könnte der Preis auf 150 Dollar pro Barrel steigen. Entscheidend sei hierbei die Höhe der Investitionen in die Förderkapazitäten. Sollte diese in dem Zeitraum 2011 bis 2015 um ein Drittel unter den benötigten 72,5 Milliarden Euro (100 Mrd. Dollar) pro Jahr liegen, käme es zu einer Ölpreisexplosion.

Die Öl-Nachfrage wird laut der IEA stetig steigen und bis 2035 ein Niveau von 99 Millionen Barrel pro Tag erreichen. Derzeit werden 89,2 Millionen Barrel pro Tag verbraucht.

Ähnliches wird einer Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney zufolge auch beim Gaspreis eintreten. Die steigende Nachfrage treibe den Preis des Brennstoffs bis 2014 steil um bis zu 40% nach oben. Erst dann würden ab 2015 Überkapazitäten durch neue Pipelines preismildernd wirken, wodurch die Preise im Großhandel um bis zu 60% sinken würden.

Problematisch sei den Unternehmensberatern zufolge auch die Preisbindung des Gases an den Ölpreis in den langfristigen Verträgen, allen voran mit Russland. Im Gegensatz dazu würden die Flüssiggasimporte aus dem arabischen Raum preissenkend wirken, da hier keine Ölpreisbindung bestehe. Gegen die Ölpreisbindung versuchen derzeit die EU und auch große Abnehmer wie Eon vorzugehen. Auch der BGH hat diese Praxis bereits 2010 verurteilt – bislang erfolglos.

Der Gasverbrauch in Europa wird wohl jährlich um 0,4% steigen, so dass sich bis 2020 ein Importplus von 26% einstellen wird – deutlich weniger als noch in den Prognosen der letzten Jahren, die von einer annähernden Verdopplung ausgegangen waren. Der massive Ausbau der Erneuerbaren Energien würde hier dämpfend wirken und zudem einen Abfluss der Gelder ins Ausland vermeiden. Statt dessen wird in die Eigenversorgung investiert, sowie Arbeitsplätze und damit Wertschöpfung geschaffen.

ElSchnuppero

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