Erneuerbare Energien

Paradox: Fallende Strompreise – nur nicht für Verbraucher

Für viele klingt das wie ein Widerspruch in sich. Der Strompreis sinkt und sinkt… Der Verbraucher muss vermutlich auch 2014 für Strom erneut mehr bezahlen. Warum das so ist und wie man als privater Endkunde dennoch an günstige Strompreise kommt, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Strompreis fällt im Oktober – schon wieder

Energieforschung in Bayern: Neuer Energiecampus Nürnberg (EnCN)
Strompreis sank im Juni 2013 auf ein Rekordniveau. Davon hat der Verbraucher allerdings nichts (Bild: Björn Schledorn / pixelio.de).

Wie das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) jüngst mitteilte, sind die Strompreise im Oktober 2013 erneut unter die Marke von vier Cent je Kilowattstunde (kWh) gesunken. Das war bereits im März diesen Jahres schon einmal der Fall. Im Juni hatte er sogar die drei-Cent-Linie unterschritten. Das war zuletzt vor sechs Jahren der Fall.

„Fehler im System“ bittet den Verbraucher zur Kasse

Dumm nur, dass es sich um oben beschriebenen Preisverfall um Börsen-Strompreise handelt. Und von diesen profitieren lediglich Großabnehmer, die ihren Strom auf Grund des steigenden Anteils der Erneuerbaren Energien in Deutschland immer günstiger einkaufen können und zudem oft von der EEG-Umlage befreit sind.

Für den privaten Endverbraucher aber hat sich der Strompreis stetig verteuert. Zwischen 1998 und 2012 ist der Verbraucherpreis für Elektrizität um etwa zwei Drittel (66 Prozent) gestiegen. Norbert Allnoch, Direktor des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien, sprach bereits im Herbst diesen Jahres im vorliegenden Zusammenhang von einem „Fehler im System“. Und auf Grund dessen, was im Koalitionsvertrag in Bezug auf eine Reform des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes (EEG) nachzulesen ist, wird dieser Konstruktionsfehler laut Meinung der IWR-Experten auch in absehbarer Zeit nicht behoben.

Möglichkeiten für Verbraucher

Wer also nicht bis zur nächsten Bundestagswahl, die voraussichtlich spätestens im Herbst 2017 stattfinden wird, warten möchte, für den gibt es dennoch Möglichkeiten an günstige Strompreise zu sparen. Eine Variante ist der Strompreisvergleich. Und die sollte man nicht unterschätzen, denn durch das Vergleichen sind jährliche Einsparpotenziale in Höhe von bis zu 400 Euro möglich.

Dazu gibt es im Internet mittlerweile eine beachtliche Anzahl an Vergleichsportalen, wie zum Beispiel Toptarif.de. können Verbraucher kostenlos, unkompliziert und unverbindlich die Preise der in Ihrer Region verfügbaren Stromanbieter miteinander vergleichen. Hier kann der Verbraucher aus dem Vollen schöpfen. Mehr als 900 Anbieter kann er miteinander vergleichen.

Und hierzu bedarf es nicht viel: Postleitzahl, Jahresverbrauch sowie gewünschte Zahlungsart in die Suchmaske eingeben und schon kann es losgehen.


Christoph Schroeder

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