Wirtschaft

Personalien KW 41

Metro-Chef Eckard Cordes wird neuer Vorsitzender des Ostausschusses der deutschen Wirtschaft:
Der Metro-Chef Eckard Cordes (59) löst den früheren Daimler-Manager Klaus Mangold (67) als Vorsitzender des Ostausschusses der deutschen Wirtschaft ab, den Mangold zehn Jahre lang innehatte. Die Funktion wird gemeinhin als Außenminister der deutschen Unternehmen in Osteuropa, in Russland und den zentralasiatischen Ländern angesehen. Hintergrund ist, dass der Metro-Konzern in Russland und Osteuropa eine Expansion in großem Stil plant. Dieses starke Eigeninteresse sei von Vorteil, heißt es aus Kreisen des BDI.

 

Handelskonzern Rewe trennt sich von Penny-Chef Armin Rehberg:
Der Handelskonzern Rewe trennt sich vom Chef seiner Discounttochter Penny, Armin Rehberg. Dieser war erst zwei Jahre an der Spitze des Discounters. Grund seien „unterschiedliche Auffassungen bezüglich der weiteren strategischen Ausrichtung von Penny, insbesondere in Deutschland“. Rehberg habe daher um sein Ausscheiden aus dem Rewe- Vorstand gebeten. Der Aufsichtsrat ist dieser Bitte nun nachgekommen. Rewe-Vorstandsmitglied Manfred Esser, momentan unter anderem zuständig für den Einkauf, soll Rehbergs Amt zusätzlich übernehmen. Laut Rewe-Chef Alain Caparros benötige Penny, die Nummer vier in Deutschland, vor allem ein schärferes Profil. Der Rewe-Chef hatte den Preiskampf zwischen den Discountern, den „Billigwahn“, in der Vergangenheit mehrfach als „eine Handels-Krankheit“ kritisiert, „die viel, viel schlimmer ist als die Wirtschaftskrise“. Dies würde alle Unternehmen letztendlich schwächen. Die Lebensmittelpreise sind in Deutschland europaweit mit am niedrigsten.

 

Ehemaliger Chef von Metro wird Chefaufseher von Air Berlin:
Der ehemalige Chef des Handelskonzerns Metro, Hans-Joachim Körber (64), wird Aufsichtsratsvorsitzender von Air Berlin, der zweitgrößten Airline Deutschlands, und löst damit Johannes Zurnieden ab. Dieser ist Miteigentümer der Airline und bleibt Mitglied des Board of Directors, will sich künftig jedoch verstärkt anderen Aufgaben widmen. Körber soll vor allem den Angriff auf den Branchenprimus Lufthansa überwachen.

 

Fiat bleibt nach Aufspaltung zu Jahresbeginn personell eng verflochten:
Fiat wird zum Jahreswechsel die Industriesparte vom Restkonzern abtrennen. Das neue Unternehmen Fiat Industrial wird Iveco sowie den Bau- und Landmaschinenhersteller CNH umfassen. Vorteil sei eine erhöhte Flexibilität der beiden Konzernteile bei der Partnersuche, besonders für den Lkw-Bauer Iveco. Allerdings werden beide Konzernteile personell eng verflochten bleiben: Der 64-jährige Iveco Geschäftsführer Paolo Monferino wird nun seinen Posten niederlegen, ihm folgt der Spitzenmanager Alfredo Altavilla (47) nach. Er gilt als einer der engsten Vertrauten von Fiat-Chef Sergio Marchionne. Altavilla hat maßgeblich die Integration mit Chrysler vorangetrieben und sitzt dort im Board. Außredem ist er Vizepräsident der Sparte Business Development und leitet den Motoren- und Komponentenhersteller Fiat Powertrain Technologies. Das abgespaltene Unternehmen Fiat Industrial soll von den Geschäftsführern von Iveco und CNH gemeinsam geleitet werden, mit Marchionne als Präsidenten.

 

Google stärkt Zukunftsgeschäft mit lokalen Diensten:
Die 35-jährige Top-Managerin und Software-Spezialistin Marissa Mayer wird künftig das Zukunftsgeschäft mit lokalen Diensten übernehmen. Sie soll künftig die Geo-Dienste und lokalen Services des Internetkonzerns weiterentwickeln. Mayer war eine der ersten 20 Mitarbeiter von Google und bislang für das Kerngeschäft des Konzerns, der Internet-Suchmaschine, verantwortlich. Gleichzeitig wird sie das jüngste Mitglied in dem "operating comitee", in dem auch die Gründer und der Konzernchef sitzen. Die Entscheidung, Mayer mit der Weiterentwicklung ortsbezogener Suchdienste zu betrauen, wird als Indiz gewertet, wie wichtig diese Branche zukünftig sein wird. Mayers Nachfolger im Such-Geschäft wird der israelische Computerspezialist Udi Manber.

 

Ehemaliger Hypo Real Estate Chef Georg Funke klagt auf Fortzahlung seines Gehalts:
2008 konnte die Skandalbank Hypo Real Estate nur durch eine Komplettverstaatlichung und Staatsgarantien in Höhe von 142 Milliarden Euro vor dem Zusammenbruch gerettet werden. Risikopapiere in Höhe von 173 Milliarden Euro wurden Anfang Oktober in eine Bad Bank ausgegliedert. Auf dem Höhepunkt der Krise im Herbst 2008 musste Funke die HRE verlassen. Nun klagt der Ex-HRE-Chef Georg Funke auf Fortzahlung seines Festgehalts von 800.000 Euro pro Jahr. Die Chancen stehen nach Einschätzung von Prozessbeobachtern gut, vorausgesetzt, der Arbeitsvertrag sei gängig formuliert. Dabei komme hinzu, dass jedes Schuldeingeständnis für Funke juristische Folgen haben könnte, da Anleger auf Schadensersatz klagen und auch die Staatsanwaltschaft gegen Funke ermittelt.

ElSchnuppero

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