Russland verzögert Test des ersten privaten US-Raumschiffes

Das US-Unternehmen SpaceX hatte im Dezember 2010 erstmals seine Dragon-Raumkapsel, das erste private Raumschiff der Welt, erfolgreich in die Umlaufbahn gestartet. Für Ende dieses Jahres war dann ein Flug des Dragon zur Internationalen Raumstation (ISS) geplant, wo dann ein Ankopplungsmanöver durchgeführt werden sollte. Dies hat nun die russische Weltraumagentur Roskosmos vorerst verhindert: „In diesem Jahr wird es keinen Flug und selbstverständlich auch keine Andockung geben. (…) Wir selbst führen jetzt Verhandlungen mit der NASA. Um die Dragon an die Raumstation anzukoppeln, brauchen wir Garantien für einen plangemäßen Ablauf des Manövers. (…) Wenn für uns sichtbar wird, dass die (erforderlichen) Bodenexperimente im vollen Umfang durchgeführt worden sind, und wir zu der Überzeugung gelangen, dass es keine Panne geben wird, können wir unsere Zustimmung dazu (zur Andockung an die ISS) geben.“

Die ISS war erst im Mai dieses Jahres offziell fertiggestellt worden. Die Kosten haben rund 71 Milliarden Euro betragen – wohl zu viel, so offenbar die russische Ansicht, um sie überstürzt größeren Risiken eines scheiternden Andockungsmanövers auszusetzen.

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