Energie & Umwelt

RWE will sich mit Wagniskapital für Startups aus der Krise forschen

Der zweitgrößte deutsche Energiekonzern RWE ist mit der Privatbank Lampe eine strategisch Kooperation eingegangen. Zusammen wurde ein 115 Millionen Euro schwerer Investitionsfonds aufgelegt, der Technologie-Startups Wagniskapital zur Verfügung stellt, um erneuerbare Energien und Speichertechnologien zu erforschen.

Fritz Vahrenholt, Leiter der Erneuerbaren-Sparte Innogy bei RWE: „Gerade Venture-Capital-Projekte mit ihrem Risiko haben es schwer. Schließlich kann da auch mal etwas schiefgehen, man muss damit rechnen, dass ein oder zwei der Firmen es nicht schaffen.“ RWE Innogy hat bereits neun Startups im Bereich der Erneuerbaren Energien mit Wagniskapital unterstützt. Nun sei Geld für vier bis fünf weitere Projekte vorhanden.

Den großen AKW-Betreibern und Energiekonzernen Eon, RWE, EnBW und Vattenfall brechen seit dem erneuten Atomausstieg zunehmend die Einnahmen weg, zudem Drücken die Konzernschulden. Die Kooperation mit dem Bankhaus ist nun die erste dieser Art eines Energiekonzerns in Deutschland. „Energieversorger wie RWE müssen sich auf eine breitere Basis stellen, sowohl was Technologien angeht als auch bei der Finanzierung“, so Fritz Vahrenholt. Es gebe Unternehmen mit guten Ideen, die allerdings einfach kein Geld hätten, um die ersten Schritte zu machen. Pro Jahr würden sich rund 500 Startups bei RWE vorstellen.

RWE hat 2010 einen Umsatz von 53,3 Milliarden Euro erzielt. Der Nettogewinn betrug 3,6 Milliarden Euro. Den Gesamtverbindlichkeiten von 75,7 Milliarden Euro steht ein Eigenkapital von 17,4 Milliarden Euro gegenüber.

 

ElSchnuppero

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