eCommerce

SEPA: Vielen Unternehmen droht die Zahlungsunfähigkeit

Jeder zehnte Online-Shop will Lastschriften abschaffen

Durch SEPA ist vor allem die beliebte und preiswerte Lastschrift bei Internet-Käufen in Gefahr. Der Grund ist das so genannte Online-Mandat: Es dient dem Betreiber eines Internet-Shops als Nachweis, bei der Bank seines Kunden Geld abbuchen zu dürfen. Laut Vorgaben der Banken muss ein solches Mandat ab 1. Februar 2014 in einer schriftlichen Form vorliegen. Deutsche Banken haben die SEPA-Anforderungen bislang besonders strikt ausgelegt – das würde einen hohen Mehraufwand für Kunden und Shopbetreiber bedeuten. Laut Studie will daher jeder zehnte Online-Händler die Lastschrift als mögliches Bezahlverfahren in seinem Webshop abschaffen.

Der deutsche Gesetzgeber hat die Bankenwirtschaft aufgefordert, weiterhin Lastschriften beim E-Commerce zu ermöglichen. Der SEPA-Rat hat sich auf seiner jüngsten Sitzung am 21.8.2013 dieses Problems angenommen: Bundesbank und Bundesfinanzministerium drängen darauf, Online- Mandate in der bisherigen Form auch zukünftig zu akzeptieren. Von Blumroeder: „Wir appellieren an alle im SEPA-Rat vertretenden Parteien sowie an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, einen reibungslosen Lastschriftverkehr ohne erhöhte Barrieren in der SEPA-Welt zu gewährleisten.“

(cs mit Informationen von BITKOM)

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Hinweis der AGITANO-Redaktion:

Die Studie von ibi research kann unter folgendem Link abgerufen werden.

Christoph Schroeder

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