Wirtschaft

Streit um neuen Sanierungskurs bei Opel

Die US-Mutter General Motors und die IG Metall ringen um den Sanierungskurs bei dem defizitären Autobauer Opel. Ursprünglich wollte GM bereits 2011 mit Opel zurück in die Gewinnzone gelangen. Dies soll nun spätestens im laufenden Jahr 2012 gelingen. 2008 hat Opel einen Verlust von 1,16 Milliarden Euro eingefahren, 2009 von 427 Millionen Euro und 2010 von 1,28 Milliarden Euro. In den ersten neun Monaten 2011 kamen 528 Millionen Euro Verlust hinzu.

Die im Zuge der Finanzkrise beschlossenen bisherigen Sanierungspläne sehen den Abbau von 8.000 der 42.000 Arbeitsplätze sowie eine Beteiligung der Belegschaft an den Sanierungskosten in Höhe von 265 Millionen Euro pro Jahr vor – dafür wurden im Gegenzug Werksschließungen und ein weiterer Personalabbau für die kommenden Jahre ausgeschlossen. Die Verträge gelten bis 2014.

Laut Informationen aus Gewerkschaftskreisen könnte nun ein neuer Deal geschlossen werden: GM könnte Teile der Chevrolet-Fertigung von Südkorea zu Opel verschieben, wenn die Belegschaft im Gegenzug weiteren härteren Sparmaßnahmen zustimmt. Unterdessen fordern die Arbeitnehmervertreter, dass GM Opel erlaubt, auch außerhalb Europas Autos verkaufen zu dürfen – dies dürfen bislang nur die anderen Konzerntöchter. Opel will auch von den boomenden Schwellenländern profitieren, um damit das aufgrund der Schuldenkrise in Südeuropa rückgängige Geschäft zu kompensieren.
 

 

ElSchnuppero

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