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Susanne Latour: „Wie taufe ich richtig?“ – Teil 9: Viele Wege führen zu einem starken Markennamen

Mangelt es an Zeit und Manpower, ist eine agenturinterne Namenentwicklung die beste Lösung. Fristen, Kosten und gewünschte Sicherheit werden festgesteckt und die Agentur liefert termingerecht Namen, die den Anforderungen entsprechen.

Die Kreativen der Agenturen sind ideenreich von Beruf: Schauspieler, Maler, Sänger, Textdichter, Schriftsteller… Wortakrobaten, die in Bildern denken. Wären die Mitarbeiter bereit, sich so weit rauszulehnen und können sie sich am Ende mit der Empfehlung von der Agentur identifizieren?

Die goldene Mitte: sich den Experten ins Haus holen

Das Unternehmen findet den Namen in-house selbst heraus, unter der Leitung eines erfahren Naming Coach. Somit kann das Fachwissen der Mitarbeiter genutzt werden und die schöpferische Dynamik der Gruppe durch die professionelle Moderation optimiert werden. Und es macht auch noch Spaß.

Der Moderator vereint die verschiedenen Wünsche und bringt sie auf einen gemeinsamen Nenner. Er erstellt ein Szenario für den Entwicklungsprozess. Dann stellt das Unternehmen ein Projektteam für die Brainstorming Gruppe zur Verfügung. Eine externe Moderation ermöglicht, sich erstmal von dem Produkt zu entfernen, um neue Ideen zu entwickeln. Es werden so viele Assoziationen wir nur möglich rund um die Produktcharakteristiken gesammelt. Diese Ideen werden dann unter professioneller Führung zu Namen kombiniert.

Ist ein Fundus von 150 Namen vorhanden, werden diese zunächst nach Marketing-strategischen Kriterien bewertet. Entsprechen die Namen den Anforderungen? Die Favoriten werden danach juristisch auf Verfügbarkeit überprüft. Im besten Falle bleiben dann noch 15 Namen übrig, die linguistischen und qualitativen Verbraucher-Tests in allen international relevanten Absatzmärkten unterzogen werden können. Ziel ist die Entscheidung für einen starken Markennamen.

Name coaching nutzt das Know-how der Mitarbeiter und optimiert das vorhandene kreative Potenzial durch erprobte Techniken. Die neutrale Moderation bietet eine Pause in den Meinungsverschiedenheiten und Hierarchien. Das Team identifiziert sich mit dem neuen Namen, den es selbst entwickelt hat.

Ist das Unternehmen dazu bereit, dann ist die Namensfindung mit einem Coach eine bereichernde Erfahrung, die lange nach der Taufe anhält.
Viele Wege führen zu einem starken Markennamen, mit einem externen Coach im Unternehmen geht es effizient und zielgerecht und macht auch noch Spaß.

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Über Susanne Latour:

(© Bild: Susanne Latour)
(© Bild: Susanne Latour)

Susanne Latour – Eine Kosmopolitin im Namensgeschäft. Das Thema Markennamen kennt Susanne Latour wie kaum jemand: Seit über zwei Jahrzehnten betreut sie Namensprojekte auf nationaler und internationaler Ebene. Nach zwei Jahren Tätigkeit für die europäischen Namensagentur Nomen International S.A. in Paris gründete sie 1989 im Alter von 26 Jahren deren deutsche Tochterfirma, die Nomen International Deutschland GmbH. 2002 führte sie die bis dahin noch unbekannte Dienstleistung name coaching im internationalen Markt ein. Susanne Latour ist Verfasserin zahlreicher Fachartikel sowie Autorin von „Namen machen Marken“, dem 1996 im Campus Verlag erschienenen Fachbuch zur Entwicklung von Firmen- und Produktnamen. Mehr über Susanne Latour erfahren Sie auf www.anonyma.biz.


Christoph Schroeder

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