Energie & Umwelt

Umstrittenes Wasserkraftwerk in Brasilien: Deutsche Firmen profitieren

Der Bau des zweitgrößten Wasserkraftwerks Brasiliens „Belo Monte“ ist eine besondere architektonische Leistung. Bei dem Mammut-Projekt sollen über 100 Millionen Tonnen Erde und Gestein abgetragen werden. Das Bauvorhaben soll geschätzte 12 Milliarden Euro kosten. Damit hat das Projekt ähnliche Größenordnungen wie der Bau des Panamakanals. Deutsche Firmen profitieren von dem ehrgeizigen Vorhaben. Mercedes hat von der brasilianischen Regierung einen Auftrag von mindestens 86 Millionen Euro für 540 Lastwagen erhalten und Voith Hydro, eine Tochterfirma von Siemens, liefert Turbinen, Generatoren und weitere Gerätschaften im Wert von 443 Millionen Euro. Das Wasserkraftwerk soll 2015 ans Netz gehen.

Das Projekt ist aber umstritten, da für den Bau des Wasserkraftwerkes mindestens 40.000 Ureinwohner Amazoniens umgesiedelt werden müssen. Außerdem werden im Zuge des Bauvorhabens beträchtliche Mengen des Regenwaldes abgeholzt werden, was die Umweltbilanz des Kraftwerks erheblich verschlechtert. Es wird befürchtet, dass Belo Monte neue Projekte dieser Art in Bewegung setzten könnte und weitere Teile des Regenwaldes von Amazonien durch Großbaustellen zerstört werden. Bislang seien 100 weitere Wasserkraftwerke geplant, die in dem Amazonasgebiet gebaut werden sollen.

 

ElSchnuppero

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