Energie & Umwelt

Verlust an Grundwasser seit 1960 weltweit verdoppelt

Niederländischer Forscher der Universität Utrecht haben in einer umfassenden Studie aufgezeigt, dass der weltweite Verlust an Grundwasser sich seit 1960 mehr als verdoppelt hat. Betrug die Verlustrate noch 126 Kubikkilometern pro Jahr, hat sich der Verlust bis zum Jahr 2000 auf 283 Kubikkilometer pro Jahr vervielfacht. Das rasante Abnehmen des Grundwassers bedroht zunehmend die Landwirtschaft in vielen Regionen – allen voran in Indien und Pakistan, aber auch in Nordchina, im Westen der USA und im Iran. Andernorts, wie in Mexiko-Stadt, senkt sich die Landoberfläche. Da dieses Wasser aber auch letztendlich in den Ozeanen landet, wenn mehr Grundwasser entzogen wird, als sich bilden kann, könnte der Studie nach insgesamt rund ein Viertel des globalen Meeresspiegelanstiegs auf diesen Effekt zurückzuführen sein (0,8 von 3,1 Millimetern pro Jahr). Aufgrund des hohen Wasserbedarfs der stetig wachsenden Weltbevölkerung ist eine Wende beim globalen Grundwasserverlust derzeit nicht abzusehen.

ElSchnuppero

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