Wirtschaft

Verseucht: Russland schickt deutsches Schweinefleisch zurück

Russland hat knapp 25 Tonnen aus Deutschland importiertes Schweinefleisch wieder zurückgeschickt. Tests des Veterinärüberwachungsamtes der Region Primorje haben festgestellt, dass das Fleisch mit Kolibakterien verseucht war. Diese Erreger, von denen auch verwandte Arten in unserem Darm leben, können beim Menschen schweren Durchfall auslösen. Russland hatte schon Anfang diesen Jahres angekündigt, im Zuge des Dioxinskandals bei deutschen Höfen, die Kontrollen für deutsches und europäisches Fleisch zu verstärken. Dioxine sind krebserregende Stoffe, die damals durch dioxinhaltiges Futter auf die Schweine übertragen wurden.

Der neue Vorfall mit dem nach Russland exportierten Schweinefleisch ist nur einer in einer Reihe von Skandalen um die industrielle deutsche Fleischindustrie. Das Stichwort Gammelfleisch ist allen ein Begriff. Mehr als 50 Milliarden Hühner werden jedes Jahr auf der Welt verarbeitet und deutsche Unternehmen sind mit am effizientesten dabei. Die Tiere werden in engen Käfigen gehalten, intensiv mit Medikamenten behandelt und wachsen so schnell, dass sie kaum von selbst vorwärts kommen. Dies gilt analog auch für alle anderen möglichst billig produzierten Fleischsorten. Intensivtierhaltung nennt die Fleischindustrie diese Praktiken und sie ist allgegenwärtig. Denn wie für jede Industrie gillt es, denn Produktionsablauf zu optimieren. In diesem Fall auf Kosten der Lebensqualität und der Würde der Tiere.

ElSchnuppero

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