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Bayern: EU-Projekt „recharge.green“ gestartet. Huber: Erneuerbare Energien und Biodiversität vereinen

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Energiewende, Klimaschutz und Biodiversität sind keine Gegensätze, sondern Schlüsselthemen einer nachhaltigen bayerischen Klimapolitik. Wie die Nutzung erneuerbarer Energien und der Erhalt der biologischen Vielfalt in der sensiblen Alpenregion in Einklang gebracht werden kann, ist Gegenstand des EU-Projekts „recharge.green“, das aus dem transnationalen Alpenraumprogramm gefördert wird. Der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber betonte anlässlich des Starts des Projekts zum 1. Oktober: „Die Alpen sind ein einzigartiger Lebens-, Natur- und Erholungsraum mit wichtigen ökologischen Funktionen. Wir müssen das Ökosystem Alpen für die nachfolgenden Generationen schützen.“

Ziel des Projekts ist es, einen Dialog über die Möglichkeiten einer naturverträglichen Nutzung der erneuerbaren Energien im sensiblen Alpenraum anzustoßen. Hierbei sollen alle Belange einbezogen werden – von der Wasserwirtschaft über den Naturschutz, von der Fischerei bis hin zu Landnutzern und zur Forstwirtschaft. Schwerpunktmäßig werden die erneuerbaren Energieträger Biomasse, Windkraft und Wasserkraft betrachtet. Aus den Ergebnissen des Dialogs sollen Konzepte erarbeitet werden, wie ein Ausgleich zwischen Energieerzeugung und Biodiversität gefunden werden kann. Huber: „Das neue EU-Projekt dient der Umsetzung des im Juli 2012 vorgestellten Ökoplans Alpen 2020. Es soll wichtige Lösungsansätze liefern, wie wir die erneuerbaren Energien im Alpenraum nachhaltig und umweltverträglich nutzen können.“ Wissenschaftliche Begleituntersuchungen zum Beispiel zu Fragen der Einbringung von Flusssedimenten in Alpenflüsse oder der Schaffung von optimalen Lebensraumbedingungen bei Fischaufstiegsanlagen, aber auch zu Kosten und Nutzen der Energieerzeugung in den Alpen sind ebenfalls Bestandteil des auf knapp drei Jahre angelegten Projekts.

Insgesamt sind 15 Projektpartner aus den Alpenanrainerstaaten Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich und Slowenien beteiligt. Bayerische Projektpartner sind die CIPRA Deutschland e.V. und die Bayerische Elektrizitätswerke GmbH. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 2,7 Millionen Euro, wobei die EU das Vorhaben in Höhe von 76% der Gesamtkosten bezuschusst. Das Bayerische Umweltministerium kofinanziert das Projekt mit rund 35.000 Euro.

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