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Beim Siegeszug des Hybrid-TV haben klassische TV-Sender die Nase vorn – Sat Receiver weiterhin im Paket

Das herkömmliche Fernsehprogramm sieht sich einer immer größeren Konkurrenz durch TV-Inhalte aus dem Internet ausgesetzt. Besonders die jüngere Genearation genießt die Vorzüge des Fernsehens „on demand“, das sich derzeit im Internet, auch dank der Mediatheken der großen TV-Sender, schneller durchsetzt als mit konventionellen TV-Geräten.

Diese Entwicklung lässt sich auch mit den Werbeeinnahmen der Branchen belegen: Laut dem German Entertainment and Media Outlook 2012-2016 der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) hat die Werbung im Internet erstmalig den langjährigen Spitzenreiter Fernsehwerbung überholt. Die kumulierten Umsätze mit Internetzugängen und Onlinewerbung sind 2011 um 11,5 Prozent gewachsen und kamen zusammen auf einen Anteil von 23 Prozent an den gesamten Branchenerlösen. Zum Vergleich, gerade einmal vier Jahre zuvor (2007) waren es erst 16,7 Prozent. Damit zog das Internet nun am Medium Fernsehen (20,8 Prozent) als größter Umsatzträger im Unterhaltungs- und Medienmarkt vorbei. Die Branchenerlöse insgesamt dürften im Schnitt weiter um 2,8 Prozent wachsen und 2016 dann erstmals das Volumen von 70 Milliarden Euro übersteigen.

Fernseher mit Internetanschluss

Die Verbindung mit dem Internet wird für moderne TV-Geräte und auch Beamer immer wichtiger. In absehbarer Zeit werden Stream-Angebote die bisherigen Speichermedien wie Blu-ray und DVD dank fleißiger Sammler zwar nicht vollständig ablösen, aber dennoch immer bedeutender werden. Laut dem Branchenverband BITKOM besaßen im Jahr 2012 rund 46 Prozent aller verkauften Fernseher einen Internetanschluss, was somit mittlerweile zu einer zur Standard-Ausstattung moderner Flachbild-Fernseher zählt. Insgesamt jeder sechste Haushalt in Deutschland besitzt schon ein TV-Gerät mit Online-Zugang und 30 Prozent nutzen die Online-Funktionen ihres Internet-Fernsehers.

Eine repräsentative Studie im Auftrag des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts (HHI) ergab, dass 52 Prozent der Deutschen mindestens einmal in der Woche ein Video im Internet ansehen, davon 39 Prozent ein bis drei Mal die Woche, 13 Prozent der Befragten sogar täglich. Bei der jungen Generation der „Digital Natives“, also denjenigen, die das Internet quasi mit der Muttermilch aufgesogen haben, nutzen bereits 29 Prozent jeden Tag Video-Streaming.

Hybrid-TV wird den Markt dominieren

Das sogenannte „Hybrid-TV“ bringt die einfache Bedienbarkeit des Fernsehens mit der Vielfalt der TV-Angebote im Internet zusammen. Online-Videos lassen sich so in hoher Bildqualität bequem mit der Fernbedienung aufrufen, während man zugleich aktuelle Hintergrundinformationen zur laufenden Folge aus dem Internet auf den Bildschirm abrufen kann. Laut Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC, ändert die voranschreitende Verschmelzung von Fernsehen und Internet allerdings nichts daran, dass einzig und allein die Inhalte über den Erfolg von TV- und Internetangeboten entscheiden. Somit haben die Produzenten und klassischen TV-Sender aufgrund ihrer Erfahrung und ihres Knowhows auch beim Hybrid-TV nach wie vor einen Wettbewerbsvorsprung – ob sie diesen auch künftig halten können, hängt allerdings von ihrer Strategie ab, wie sie den Hybrid-TV-Markt für sich erobern.

Fakt ist: Die heimischen TV-Geräte haben längst nicht ausgedient. Immer größere Bildschirme, höhere Auflösung und niedrigere Preise werden die Absätze in dieser Sparte auch zukünftig weiter treiben. Moderne Flachbildfernseher bieten bereits heutzutage eine beeindruckende Bildqualität. Die bereits jetzt erhältliche 3D-Funktion, die bislang immer noch die Nutzung einer entsprechenden Brille voraussetzt, weicht dabei zusehends der 3D-Technologie, für die keine Brille mehr benötigt wird. Die Umsatzzahlen dürften dadurch einen weiteren Schub erhalten. Und die Steigerung der Bildpunktanzahlen auf 4K- und 8K-Geräte bereitet den Siegeszug immer noch größerer Bildschirme vor. Insofern sollte man sich vor dem Kauf einer neuen Home-Cinema-Anlage auch mit seinem TV-Anschluss auseinandersetzen, um das Hybrid-TV der Zukunft optimal nutzen zu können. Hilfreich sind hier ausführliche Ratgeber, die beispielsweise Sat Receiver im Test mit einander vergleichen, so dass Sie mit allen Geräten die optimale Bild- und Tonqualität genießen können.

(mb)

Marc Brümmer

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