Technologie

Magnetsturm kann am Freitag Satellitenverbindungen stören

Am Dienstag wurde ein heftiger Sonnenausbruch registriert, der zwei bis drei Tage später einen Magnetsturm auf der Erde auslösen kann. Die Sonneneruption ging dabei mit Auswürfen von Sonnenplasma in Richtung Erde einher, wodurch das irdische Magnetfeld stärker betroffen wird, als wenn der Auswurf an uns vorbei zielt. Gerechnet wird im Verlauf des Freitags mit einem leichten Magnetsturm, der sich allerdings zu einer stärkeren geomagnetischen Störung entwickeln könne.

Der Zyklus zwischen dem Maximum und dem Minimum der Sonnenaktivität dauert rund 10-12,5 Jahre und ist selber wiederum einem 80 Jahre und einem weiteren 400-Jahres Zyklus unterworfen. Die Sonneneruptionen und Sonnenstürme aus geladenen Teilchen können dabei die satellitengestützte Navigation und Fernmeldeverbindung sowie die Energie- und Stromnetz-Infrastruktur empfindlich schädigen. Aufgrund der zunehmenden Abhängigkeit des Menschen im Alltag und in der Wirtschaft von diesen Technologien warnte die Vize-Chefin der US-Agentur für atmosphärische und ozeanische Studien (NOAA) im Mai 2011 vor den finanziellen Folgen für die irdische Infrastruktur und Wirtschaft.

Der stärkste bislang registrierte Sonnensturm hatte sich im August 1859 ereignet, als diese empfindliche Hightech-Infrastruktur noch nicht existierte. Augenzeugen aus Rom und Hawaii berichten, dass die Sonne eine volle Minute lang doppelt so hell geleuchtet haben soll wie sonst. In den Telegrafenämtern schlugen Funken aus den Leitungen und einige Stationen gingen sogar in Flammen auf. Ein Sonnensturm dieser Stärke hätte heute katastrophale Folgen für die Kommunikation und die Stromversorgung. Die Schäden könnten sich dabei dann weltweit auf über 1-2 Billionen Dollar summieren. Gefordert wird daher eine enge internationale Kooperation, um die Folgen starker Magnetstürme besser in den Griff zu bekommen. „Ohne einen abgestimmten internationalen Aktionsplan würde der nächste extrem schwere Sonnensturm zu einer globalen Katastrophe führen“, so Sullivan.

Aufgrund des extrem schwachen und langen Minimums und eines nun anschließendem ebenfalls sehr schwachen Sonnenmaximums wird ein umso heftigerer, singulärer Ausbruch 2013 erwartet, der die Dimensionen von 1859 annehmen könnte. Vermutlich im Monat Mai. Es entstehen keine Schäden, wenn die Vorwarnzeit ausreicht, alle relevanten Systeme herunterzufahren und auszuschalten, beziehungsweise für sensible Bereiche die entsprechenden Spannungsschütze massiv erhöht werden.

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