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AGITANO Wochenschau – Rückblick auf die KW 14/2013

Nachrichten für UnternehmerInnen, Fach- und Führungskräfte und Selbstständige

Leitfaden zu Fördermöglichkeiten im Energiebereich: Orientierung im Förder-Dschungel. Im Energiebereich spielt die Förderung aus öffentlichen Mitteln eine wichtige Rolle – schließlich können die Beihilfen im Einzelfall bis zu 75 Prozent betragen. Relevante Fördermöglichkeiten sind allerdings oft nicht einmal bekannt. Der gemeinsame Leitfaden von BDEW und Ernst & Young soll Abhilfe schaffen.

Handlungshilfen für die Suche nach Auszubildenden und Fachkräften – Studie des Rationalisierungs- und Innovationszentrums der Deutschen Wirtschaft (RKW) im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums: “Nachwuchsförderung und Personalgewinnung im Handel.”

Studie zur betrieblichen Weiterbildung: Jeder Mitarbeiter belegt jährlich im Schnitt 23 bis 33 Stunden pro Jahr, je nachdem, ob die Weiterbildung zur strategischen Personalplanung des Unternehmens gehört oder nicht. Pro Mitarbeiter und Jahr wurden dabei zuletzt durchschnittlich 1.035 Euro für Weiterbildungsmaßnahmen ausgegeben… Größtes Hindernis ist allgemein der Faktor Zeit, noch vor den Kosten.

Kfz-Serviceanbieter: Studie von Roland Berger Strategy Consultants – Werkstatt-Portale bieten großes Wachstumspotenzial für deutsche Kfz-Serviceanbieter. Das Service-Geschäft für Autos setzt in Deutschland rund 26 Milliarden Euro jährlich um, doch der Markt ist hart umkämpft: Der Kfz-Servicebedarf wird bis 2025 um bis zu 25 Prozent schrumpfen. Durchbruch für Werkstattportale deutet sich an, größtes Potenzial bietet sich dabei den freien Werkstätten durch die Kooperation mit bekannten Portalen.

Big Data: Die Datenflutdroht die Menschheit zu überschwemmen. Rund 90 Prozent des heutigen weltweiten Datenbestandes sind erst in den letzten beiden Jahren entstanden. Jedes Jahr verdoppelt sich diese Datenmenge weiter. Würden Unternehmen und Behörden effizient mit den Datenmengen umgehen, könnten allein die Behörden in der EU 250 Mrd. Euro pro Jahr einsparen. Der Handel könnte seine operative Marge um bis zu 50 Prozent verbessern, wenn die Datenströme schneller, effizienter und zielgerichteter ausgewertet werden würden.

Studie: Höhere Umsätze durch Nutzung von Social Media. Studie weist Verbindung zwischen der Nutzung von sozialen Medien durch Kunden und höherem Umsatz nach. Bisher gab es keine Daten auf Personenebene, die die Aktivität eines Kunden auf den Seiten eines Unternehmens in den sozialen Medien mit dem Kaufverhalten dieses Kunden in Zusammenhang brachten. Firmen haben sich gefragt, ob sich die Investition in soziale Medien auch lohnt. Die breit angelegte Erhebung ergab nun: Kunden, die die Seiten eines Unternehmens in sozialen Medien nutzen, geben 5,6 % mehr Geld aus und besuchen das Geschäft etwa 5 % häufiger als andere Kunden.

PwC Global CEO Survey 2013: Steigende Umsätze in der Technologie- und Telekommunikationsbranche. Doch der eigene Erfolg wird für die globale Technologie- und Telekommunikationsbranche zur Herausforderung: Für rund 60 Prozent der Top-Manager ist das schnelle Innovationstempo eines der größten Wachstumsrisiken für ihr Unternehmen. Die Halbwertszeit technologischer Innovationen sinkt, gleichzeitig steigen die Entwicklungskosten enorm.

Sichere Community-Cloud-Plattform für produzierende Unternehmen. Cloud-Technologien einsetzen, um durch intelligente, vernetzte und sichere Datennutzung Ingenieurswelt und IT zusammenzubringen – das ist der Schlüssel zur smarten Fabrik in der »Industrie 4.0«. Voraussetzung für diese nächste industrielle Revolution ist, dass gemeinsam genutzte sensible Daten so sicher sind wie die US-Goldreserven im legendären Stützpunkt Fort Knox. Das Forschungskonsortium rund um die Forschungsinitiative »Virtual Fort Knox« stellt seine Ergebnisse vor.

Faserverstärkte Keramik – Alleskönner in der Brennkammer. Der faserverstärkte keramische Werkstoff WHIPOX hält sehr hohe Temperaturen aus, ist korrosionsbeständig und durch eingearbeitete Aluminiumoxid-Fasern zugleich auch extrem bruchfest. Als Verkleidung von Gaskammern können so höhere Temperaturen gefahren werden und der Wirkungsgrad der Turbine (Flugzeug oder Kraftwerk) steigt. Zugleich wird die Verbrennung effizienter und schadstoffärmer.

Batterieforschung: Lithium-Schwefel-Batterien weiter optimiert – Leistungsfähigkeit und Lebensdauer deutlich erhöht, wesentlich leistungsfähiger und kostengünstiger als die bislang bekanntere Lithium-Ionen-Variante. Bei identischem Batteriegewicht könnten E-Autos doppelt so weit fahren…

Elektromobilität: Gemeinsam Elektroantriebe flexibel in Großserie produzieren. Die Elektromobilität kommt bislang nicht richtig ins rollen. Das soll sich ändern. Führende Automotive-Partner wollen bis 2015 zusammen mit dem Fraunhofer IPA ein prozessmodulares Fertigungskonzept für E-Motoren entwickeln. Dabei wird die Fertigung stückzahlenflexibel konzipiert, sodass sie von der Klein- bis zur Großserie ausbaufähig ist; mit ihr sollen verschiedene Antriebsvarianten produziert werden können und sie soll sich mit wenig Aufwand an technologische Neuentwicklungen anpassen lassen.

Effizienz in der Lackierung: Über die Hälfte der Energie der gesamten Karosserieproduktion benötigt derzeit die Lackierung. Daher haben sich drei Fraunhofer-Institute sowie insgesamt 60 Firmen (darunter Audi und Daimler) zusammengeschlossen, um entsprechende Effizienzpotenziale zu heben. So wurde auch im Bereich der Spritzlackierung und der Lacktrocknung eine erhebliche Verminderung des Energie- und Ressourcenverbrauchs erzielt.

Weitere Nachrichten

Arbeitslosenquote im EU-Vergleich: Die Arbeitslosenquote im Euroraum ist im Jahresvergleich von 10,9% auf 12,0% angestiegen, in der EU von 10,2% auf 10,9%. Die niedrigste Arbeitslosenquote meldet Österreich mit 4,8%, die höchsten Griechenland mit 26,4% und Spanien mit 26,3%. Weitere EU-Vergleiche: Regionales BIP pro Kopf, Arbeitskosten und Lohnnebenkosten, Gender Pay Gap, Produktivität und Lohnkosten, Energieverbrauch, Vergleich der Arbeitszeit sowie ein Vergleich der Niedriglohnsektoren.

Stromexport: Deutschland exportierte auch 2012 mehr Strom als es importierte. Der Überschuss in der Stromproduktion ist von 6,0 TWh im Jahr 2011 auf nun 22,8 TWh angestiegen. Mit der Handelsware Strom erwirtschaftete Deutschland 2012 einen Gewinn von 1,4 Milliarden Euro.

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Wir hoffen, Sie erhalten mit dieser Wochenschau eine interessante Retrospektive auf einige Highlights der vergangenen Woche. Zugleich wünschen wir ein schönes und erholsames Wochenende und frohe Ostern.

Ihre AGITANO Redaktion

Marc Brümmer

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