AGITANO

AGITANO Wochenschau – Rückblick auf die KW 25/2013

Nachrichten, Studien und Whitepaper für UnternehmerInnen, Fach- und Führungskräfte und Selbstständige

Lastschriftverfahren: Unternehmen verzögern die SEPA-Umstellung, das neue Überweisungs- und Lastschriftverfahren zur Vereinheitlichung des europäischen Zahlungsverkehrsraum. Ab Februar 2014 fallen Kontonummern und Bankleitzahlen weg und IBAN-Nummern werden verpflichtend. Wer nicht rechtzeitig umstellt, dem drohen Zahlungsausfälle. Viele Unternehmen sind jedoch nicht ausreichend informiert, was sie alles umstellen müssen (Software und Zahlungsformulare sowie Gläubiger-Identifikationsnummer bei der Bundesbank beantragen). Hintergrundinfos, Whitepaper und Checkliste für Unternehmen.

Materialeffizienz: Der einfachste Weg zu mehr Wettbewerbsfähigkeit – Online-Tool vom Bundeswirtschaftsministeriums gibt Unternehmen wesentliche Inputs hinsichtlich Methoden, Tools und Lösungsansätzen zur Steigerung der Rohstoff- und Materialeffizienz.

Chemie – Roadmap Katalysatoren: Laut einer Roadmap der Internationale Energieagentur IEA, des internationalen Chemieverbands ICCA und der DECHEMA könnte die chemische Industrie ihren Energieverbrauch bis 2050 mit Hilfe besserer Katalysatoren um 13 Exajoule senken – der Größenordnung des gesamten Primärenergieverbrauchs Deutschlands insgesamt. Die Roadmap zeigt, welche Maßnahmen die chemische Industrie weltweit sowie Regierungen ergreifen können.

Energieverbrauch von Gewerbe, Handel, Dienstleistungen: Hohe Einsparpotenziale und Leitfaden zur Förderung von Unternehmen. Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums analysiert den Energieverbrauch im GHD-Sektor und zeigt hohe Einsparpotenziale für Betriebe, Mittelstand und KMU auf. Begleitend gibt es einen Leitfaden zur Förderung von Unternehmen im Energiebereich.

Restrukturierungsstudie 2013 von Roland Berger Strategy Consultants: Deutsche Unternehmen unterschätzen das Risiko einer europäischen Stagnation / Rund 80% der Firmen arbeiten bereits mit einer Szenario-Planung als Vorbereitung auf das volatile Wirtschaftsumfeld / Anpassung der Unternehmensstrategie bzw. des Geschäftsmodells wird immer wichtiger.

Arbeitsgestaltung in der Wirtschaft: Kreativität, Gesundheit und Leistung der Beschäftigten fördern. Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) inklusive Interventionsmethode, die Arbeitsbedingungen im Betrieb verändern kann.

BearingPoint-Studie zu Mobile Money: Konsumenten ziehen den größten Nutzen aus Marktwachstum.

Abschlussbericht emergente Software und Prozessinnovationen: Erfolgreicher Abschluss der ersten beiden Spitzencluster-Projekte „Grundlagen emergenter Software“ und „Prozessinnovationen in der Softwareindustrie“

Netzpolitische Grundsatzpapier: Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) veröffentlicht Neuauflage des netzpolitischen Grundsatzpapiers „Goslarer Programm“. Zu den Themen zählen nachhaltige Datenpolitik, Datenschutz, die Bedeutung von Online-Werbung, ein zukunftsfähiges Urheberrecht, Jugendschutz, Netzneutralität, Breitbandausbau und eine konvergente Regulierung für Medieninhalte.

Kostenfreies BVDW-Whitepaper über fünf Nutzungsszenarien für Bewegtbild und Video in der Online-Werbung: direktes und indirektes Click-to-Play, Mouse-over-Play, Auto-Play und Revolver-Play.

Registrar Atlas 2013: Größte internationale Studie der Domainbranche (kostenfrei) zu den Erfolgschancen der neuen generischen Top Level Domains (gTLDs) wie „.web“, „.blog“ oder „.mail“: „Gute Domains sind schon jetzt wie eine Adresse in der Schlossallee. Mit der Einführung der neuen gTLDs werden viele neue virtuelle Grundstücke in Toplage geschaffen…“

Data Warehousing und Business Intelligence: TDWI Award 2013 verliehen. Erster Preis für „Konzeption einer internen Leistungsverrechnung als Instrument zur Unterstützung ökonomischer Zielsetzungen einer Business-Intelligence-Strategie“.

Photovoltaik-Online-Shop für Gewerbekunden: Als weiterer Service um Zeit, Aufwand sowie Lager- und Transportkosten zu ersparen, kann der Ausliefertermin sowie der Lieferort individuell ausgewählt sowie bei bei Bedarf auch Hubwagen oder Hebebühnen bereit gestellt werden.

Einigung auf Berufsanerkennungsrichtlinie innerhalb der Europäischen Union: Beschäftigte können in der EU leichter grenzüberschreitend tätig werden, für bestimmte Berufe wird es künftig einen elektronischen Berufsausweis geben, langwierige Anerkennungsverfahren entfallen, hohes Ausbildungsniveau der dualen Ausbildung in Deutschland bleibt erhalten.

Logistik und Transport: Die drittgrößte Branche in Deutschland erwartet überwiegend stabile Nachfrage bei leicht steigenden Preisen bis Jahresende. Die besten Perspektiven haben die Kurier-, Express- und Paketdienste (KEP-Dienste) sowie die interkontinentale Seefracht. Schiene und Binnenschifffahrt am schwächsten.

Factoring: Auslagern der Rechnungsforderungen und Absicherung gegen Zahlungsausfälle. Zu spät beglichene Rechnungen und Zahlungsausfälle kosteten Europas Unternehmen 2012 rund 350 Mrd. Euro, 7% mehr als noch im Vorjahr und 3% aller Forderungen insgesamt. Eine mögliche Lösung: Das Auslagern der Rechnungsforderungen, das Factoring, wodurch der Auftraggeber in der Regel zugleich auch vor Zahlungsausfällen abgesichert ist.

Videokommunikation für Megakonferenzen: Das CERN, die Europäische Organisation für Kernforschung, hat sich für die Videokonferenz-Lösung von Vidyo entschieden. Die Vidyo-Infrastruktur des CERN bietet eine sehr hohe Skalierbarkeit und Kapazitäten, um Hunderte von Teilnehmern in einer einzigen Videokonferenz zu integrieren.

Weitere Nachrichten aus dem Wirtschaftsbereich & Co

Freihandelsabkommen mit den USA bringt Europa nur wenig Wachstumsimpulse. Die Zölle auf Industriegüter, die vornehmlich zwischen der EU und den USA gehandelt werden, sind bereits jetzt schon mit durchschnittlich 2,8% sehr niedrig. Die Diskrepanzen innerhalb der “westlichen Wertegemeinschaft” sind jedoch enorm: Guantanamo, Drohnenkrieg, Todesstrafe und Abhörwahn sind mit europäischem Rechtsverständnis nicht zu tollerieren. Zudem dürfte der EU-Verbraucherschutz stark leiden und erodieren.

EU-Vergleich: Große Differenzen in Wohlstand, Kaufkraft, BIP und Arbeitskosten innerhalb der Mitgliedstaaten. Das Statistische Amt der Europäischen Union, Eurostat, hat erste vorläufige Schätzungen für das Jahr 2012 veröffentlicht: Demnach reichte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf in Kaufkraftstandards (KKS) in den einzelnen Mitgliedstaaten 2012 von 47% bis 271% des EU-Durchschnitts, die Lohnnebenkosten in Deutschland liegen dabei sogar noch unter dem EU-Durchschnitt.

Anteil der Frauen in Führungspositionen hat zugenommen – Gender Pay Gap allerdings noch bei 22%, werden die Verzerrungen durch Spitzenwerte heraus gerechnet sogar bei 27%. Im EU-Vergleich belegt Deutschland beim Gender Pay Gap den viert schlechtesten Platz unter den 27 Mitgliedsstaaten.

Rückblick auf die 6. Coaching Convention in Berlin: Begeisterte Teilnehmer, inspirierende Vortragende und verdiente Gewinner der Coaching Awards 2013

KfW-Award Bauen und Wohnen 2013 verliehen: “Entdeckt. Gestaltet. Wiederbelebt.” Die dreizehn schönsten Objekte…

Vergabe von Identifikationsnummern für Elektroautos: Zentrale ID-Code-Vergabe durch den BDEW ermöglicht allen Nutzern einfachen Zugang zu jeder öffentlichen Ladesäule: Freischaltung der Ladesäule, Messung und Abrechnung – anbieterübergreifend und verbraucherfreundlich.

Wie Devisenspekulation (Währungsspekulation) funktioniert, warum sie schadet und wie sich exportierende Unternehmen davor schützen können. Über die Abkopplung der Preisfindung von der realwirtschaftlichen Entwicklung, wie der Sekundärmarkt den Primärmarkt der Börse zerstört und wie die Börse dadurch ihre eigentliche Aufgabe verliert, die Finanzierung der Unternehmen in der Realwirtschaft sicherzustellen und statt dessen zu einer Zockerbude mit „Pokerspielern“ verkommt.

Flugreisen, Sonnenmaximum: Höhere Sonnenaktivität reduziert die Strahlenbelastung in Flugzeugen auf Reiseflughöhe. Pünktlich zum Sommerurlaub nähert sich die Sonne einem erneuten solaren Maximum des 22-jährigen Sonnenzyklus mit entsprechender Zunahme von Sonnenflecken, Materie-Ausbrüchen und stärkeren Sonnenwinden. Das dies allerdings nicht zu höheren Strahlenbelastungen in Flugzeugen auf Reiseflughöhe führt, haben Messungen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt ergeben.

Roundup von Monsanto: Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat in 70% der Deutschen nachgewiesen. Glyphosat ist der Wirkstoff der weltweit am häufigsten eingesetzten Unkrautvernichtungsmittel. Es ist z.B. in “Roundup”, dem europaweit am meisten verkauften Pestizid des umstrittenen US-Konzerns Monsanto enthalten. Es wird auf 40% der deutschen Äcker, im Weinbau und unter anderem Namen in vielen Kleingärten bedenkenlos eingesetzt. Die Folgen vor allem für Schwangere und Kinder können gravierend sein, wie die Dokus von ZDF-Zoom und Arte (im Beitrag) aufzeigen.

Piraterie: Ab dem 21. Juni n2013 dürfen sich deutsche Schiffe gegen Piraten bewaffnen. Deutschland verfügt über die weltweit drittgrößte Handelsflotte. Bislang mussten die bewaffneten Sicherheitskräfte aufgrund der deutschen Rechtslage ähnlich einem Lotesendienst in internationalen Gewässern zusteigen und die Schiffe auch vor dem Anlaufen in Häfen wieder auf offener See verlassen.

Studie inklusive neuer Facebook-App: „Foto-Privatsphäre-Statistik. Die App prüft die Privatsphäre deiner Facebook-Fotos. Die Studie befasst sich mit dem Bewusstsein über die Verwendung von Bildern und Fotos im Netz / Mangelnder Schutz der Privatsphäre ist vielen nicht bewusst.

——————–

Wir hoffen, Sie erhalten mit dieser Wochenschau eine interessante Retrospektive auf einige Highlights der vergangenen Woche. Zugleich wünschen wir ein schönes und erholsames Wochenende.

Ihre AGITANO Redaktion

Marc Brümmer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.