Energiepolitik

Energieverbrauch: Grad der Energieabhängigkeit der EU 2011 bei 54%

Tabelle: Statistisches Bundesamt
Tabelle: Eurostat

Anmerkungen

1. Der Bruttoinlandsenergieverbrauch ist definiert als Primärerzeugung plus Einfuhren, Wiedergewinnung und Bestandsveränderungen, abzüglich Ausfuhren und Brennstoffversorgung von maritimen Bunkern (für Hochseeschiffe aller Flaggen). Somit gibt er die Energie an, die benötigt wird, um den Inlandsverbrauch, innerhalb der Grenzen des nationalen Gebietes, abzudecken.

2. Eine Tonne Rohöleinheiten (tRÖE) ist eine standardisierte Einheit, die einer Tonne Rohöl mit einem unteren Heizwert von 41,868 Gigajoules entspricht. Dies ist ein gebräuchliches Maß zur Umrechnung der unterschiedlichen Brennstoffe auf der Basis ihres Energiegehalts. So entspricht beispielsweise ein GJ Kernkraft 0,024 Tonnen Rohöl, und eine Tonne hochwertiger Kohle enthält dieselbe Energie wie 0,7 Tonnen Rohöl. Kohle von geringerem Wert enthält weniger Energie.

3. Der Grad der Energieabhängige entspricht den Nettoeinfuhren (Einfuhren abzüglich Ausfuhren) dividiert durch den Bruttoverbrauch in Prozent. Der Bruttoverbrauch entspricht dem Bruttoinlandsverbrauch einschließlich Bunkerölen zum Verbrauch im internationalen Schiffsverkehr. Eine negative Abhängigkeitsquote bedeutet, dass das Land Nettoexporteur von Energie ist. Es ergibt sich ein Wert von mehr als 100%, wenn die Nettoeinfuhren über dem Bruttoverbrauch liegen. In einem solchen Fall werden Energieerzeugnisse bevorratet und nicht im Jahr der Einfuhr verbraucht.

(Eurostat 2013)

Weiterführende Informationen – Studien zur Energieeffizienz

Die Unternehmens- und Strategieberatung Roland Berger hatte im September 2011 eine Studie zur „Effizienzsteigerung in stromintensiven Unternehmen“ veröffentlicht. Demnach würden Investitionen in Effizienztechnologie in Höhe von 23 Milliarden Euro längerfristig zu Einsparungen im Volumen von über 100 Milliarden Euro führen. Das betrifft vor allem den Einsatz von effizienteren Maschinen sowie für optimierte Produktionsverfahren.

Eine Studie der Institute gws Osnabrück und IFEU Heidelberg im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU) vom Januar 2012 analysiert die volkswirtschaftlichen Effekte von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien. (Link zu der Studie “Volkswirtschaftliche Effekte der Energiewende: Erneuerbare Energien und Energieeffizienz“.)

Marc Brümmer

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