Wirtschaft

CSR: Die meisten Unternehmen wollen sich gesellschaftlich verantwortlich Verhalten, wissen aber nicht wie

Rund 64% der Unternehmen in Deutschland engagieren sich laut einer kürzlich veröffentlichten Evaluierung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Rahmen der Corporate Social Responsibility (CSR) für die Gesellschaft. Insgesamt gaben die Unternehmen dafür im Jahr 2011 rund 11 Milliarden Euro aus. Gemessen am Umsatz gaben dabei kleinere Firmen mehr für ihr soziales Engagement aus als Großunternehmen: 45% der Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern gaben mindestens 0,3% ihres Umsatzes für bürgerschaftliches Engagement aus, bei den Firmen mit mehr als 500 Mitarbeitern tun dies nur rund 16%.

Die Erhebung zeigte zudem, dass über die Hälfte der Unternehmen, die sich bislang nicht gesellschaftlich engagieren, dazu bereit wären, ihnen aber die nötigen Informationen hierzu fehlen. Gerade kleine und mittlere Betriebe wären bereit, sich bürgerschaftlich zu engagieren, wenn sie eine entsprechende Unterstützung erhalten würden, beispielsweise in Form von Zusammenschlüssen mehrerer Unternehmen zu Netzwerken oder auch Anlaufstellen, die über geeignete Möglichkeiten von bürgerschaftlichem Engagement informieren.

Ein entsprechendes kostenloses Thesenpapier "Erfolgsfaktor CSR – Unternehmen gestalten ihre Zukunft" steht auf der Internetseite der IHK Duisburg zum Download bereit.

In der AGITANO-Datenbank finden Sie den Beitrag von Ulrich Merkes von der VINETA GmbH "CSR in der Umsetzung – Ein idealtypisches CSR-Herangehensmodell für Ihr Unternehmen".

DIHK-Umfrage

In dem aktuellen IHK-Unternehmensbarometer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) wurde eine Umfrage unter knapp 2.000 Unternehmen zu CSR veröffentlicht. Die DIHK-Umfrage kommt dabei zu einem anderen Ergebnis als die umfassendere IW-Analyse: Demnach engagieren sich 98% der Betriebe mit mindestens 20 Mitarbeitern im Rahmen ihres CSR über die gesetzlichen Anforderungen hinaus für die Gesellschaft. DIHK-Präsident Driftmann leitet aus diesen Ergebnissen ab, dass eine gesetzliche Regulierung der unternehmerischen Verantwortung ein falsches Signal sei, wichtiger sei hier das zur Verfügung stellen entsprechender Informationen für die Unternehmen sowie das Hervorheben guter Beispiele.

Laut der DIHK- Umfrage hätten 41% der Unternehmen angekündigt, in Zukunft noch schonender mit natürlichen Ressourcen umgehen zu wollen und über ein Drittel der Befragten habe sich eine stärkere Förderung der Gesundheitsvorsorge ihrer Mitarbeiter vorgenommen.

Die Umfrageergebnisse der DIHK-Untersuchung "Gesellschaft gewinnt durch unternehmerische Verantwortung" finden Sie hier.

Link zu der Zusammenfassung des Engagementberichts des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.

(mb)

 

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