Kolumnen

Das Kolumnending: Homo-Ehe??? Nein, danke!!!

… aus der wöchentlichen Kolumne von ElSchnuppero.

Die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften geistert von Zeit zu Zeit immer mal wieder durch die Presse verschiedener Nationen. Auch in Deutschland ist diese Agenda liberaler Kreise mehr als einmal zu verzeichnen. Speziell geht es dabei um die Möglichkeit, dass auch homosexuelle Paare sich offiziell verheiraten dürfen. In Deutschland ist diese Art des staatlich abgenickten Zusammenlebens gleichgeschlechtlicher Partner jedoch bereits seit 2001 erlaubt. Und auch andere Nationen ziehen nach: In Spanien hat das Verfassungsgericht das Gesetz zur gleichgeschlechtlichen Ehe bestätigt, in Frankreich liegt ein solches Gesetz vor und in den USA haben drei Staaten per Referendum die Hochzeit zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern legalisiert.

Gott sei Dank gibt es in diesem Gleichberechtigungstohubawohu noch eine klare Stimme. Und die kommt aus dem Vatikan und untermauerte noch einmal, dass man auf katholischer Seite nicht gewillt ist, Toleranz walten zu lassen. Zwar würden „politisch korrekte Ideologien in jede Kultur der Welt Einzug halten“ , in Rom werde man jedoch an der modernden katholischen Lehre festhalten und jegliches progressive Streben im sexuellen Raum als Werk des Teufels brandmarken. Der Vorsitzende der französischen Bischofskonferenz, André Vingt-Trois, erklärte dazu, dass die Homo-Ehe am konventionellen Familienbild rüttle und dies würde „das auf dem Unterschied der beiden Geschlechter basierende Fundament und das Gleichgewicht der menschlichen Gattung infrage stellen„. Man darf also Vingt-Trois zufolge davon ausgehen, dass mit der Legalisierung der Homo-Ehe auch mehr Menschen homosexuell werden würden und die Menschheit damit vom Aussterben bedroht ist. Klingt plausibel.

Auch Federico Lombardi, der Direktor des vatikanischen Fernsehsenders Centro Televisivo Vaticano, äußerte sich zu der schleichenden, sexuellen Liberalisierung. Er meinte, Kinder sollten sagen können, dass sie eine Mutter und einen Vater haben. Da stellt sich die Frage, was passiert, wenn Kinder dies nicht sagen können? Sollten sie bestraft und ausgegrenzt werden? Und was passiert dann mit Waisenkindern? Fragen über Fragen. In Mexiko ist man sich jedenfalls der Tragweite der Thematik voll bewusst. Der Sprecher des Bischofsamtes von Mexiko-Stadt, Hugo Valdemar, weiß zu argumentieren, dass die Erlaubnis von Adoptionen durch gleichgeschlechtliche Paare schlimmer sei als die Rauschgiftkriminalität. Nun, dieser Meinung würden sich sicherlich auch gern die bis Ende 2011 gezählten 47.515 Todesopfer des Drogenkrieges in Mexiko anschließen.

Bild: LoStrangolatore/ wikicommons

Doch zurück zu Monsieur Lombardi. Dieser brachte nämlich abschließend noch einen sehr interessanten Vorschlag in die Diskussion ein: „…warum wird dann nicht auch Polygamie erwogen und auch Polyandrie (Vielmännerei), natürlich um niemanden zu diskriminieren.“ Und genau!!! Recht hat er, der etwas angegraute Mann. Wieso sollte es verwerflich sein, wenn Person A seine oder ihre Liebe mit Person B und Person C teilt. Vorausgesetzt natürlich, dass B und C mit der Situation einverstanden sind. Basiert eine Beziehung zwischen Individuen auf gegenseitigem Einverständnis kann es uns doch egal sein, wie viele Parteien an dieser Beziehung beteiligt sind. Wirkliche Relevanz besitzt doch allein der Umstand, dass alle Beteiligten mit der Situation glücklich sind. Ist das der Fall, dann ist das wirklich Bedeutende erreicht und kein institutionalisierter Anbieter abgewrackter und überholter Glaubensgrundsätze kann und sollte daran etwas ändern dürfen.

Gez.: ElSchnuppero

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