Regionales

Forschungsförderung in Baden-Württemberg auf dem Prüfstand – IHK-Studie

Die Stärken und Schwächen des Innovationslandes Baden-Württemberg sowie die Handlungsspielräume der Förderpolitik analysiert eine von den Industrie- und Handelskammern (IHKs) des Bundeslandes aktuell vorgelegte Studie.

Baden-Württemberg ist eine Region, deren Wettbewerbsfähigkeit in hohem Maße auf die Innovationsfähigkeit von Unternehmen und die Leistungsfähigkeit der breit gefächerten öffentlichen Forschungs- und Wissenschaftsinfrastruktur zurückzuführen ist. Ein Ausdruck dafür ist der seit Jahren hohe Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) am Bruttoinlandsprodukt (FuE-Intensität). Anfang 2012 hat das Statistische Landesamt für Baden-Württemberg eine FuE-Intensität von 4,8 Prozent (16,4 Mrd. Euro) ermittelt, ein nationaler und internationaler Spitzenwert.

Festzustellen ist aber auch, dass die Zahl der Patentanmeldungen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aus Baden-Württemberg in den letzten Jahren abgenommen hat. Zudem hat das Deutsche Patent- und Markenamt bekanntgegeben, dass Baden-Württemberg 2011 bei den Patentanmeldungen bundesweit zwar immer noch an der Spitze liegt, Bayern auf Platz zwei seinen Abstand aber deutlich verringern konnte.

„Baden-Württemberg ist zwar immer noch das innovativste Bundesland, aber das bedeutet zum einen nicht, dass es nicht Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Und es bedeutet vor allem nicht, dass wir diese führende Rolle auch noch in Zukunft innehaben werden", sagt Dr. Peter Kulitz, Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK).

Um strukturpolitische und „systemische“ Handlungsspielräume auszuloten und die Stärken und Schwächen des Innovationslandes herauszuarbeiten, haben die baden-württembergischen Industrie- und Handelskammern deshalb in 2011 das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) mit einer Studie über regionale Branchen- und Technologiestrukturen in Baden-Württemberg beauftragt. Ziel war die Schaffung einer empirischen Grundlage zur Identifikation weiterer Handlungsspielräume in der Innovationspolitik des Landes.

Die detaillierten Ergebnisse sowie die aus Sicht der baden-württembergischen Industrie- und Handelskammern dringlichsten Handlungsbedarfe für die Innovationspolitik des Landes finden Sie in der kostenlosen Studie.

(Quelle: Baden-Württembergischer Industrie- und Handelskammertag)

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.