Wirtschaft

Google-Gründer Page und Brin sichern sich die Macht durch neue C-Aktien ohne Stimmrecht

Die beiden Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin halten zusammen 56,7% der Stimmrechte an dem Internetgiganten. Mit einem Aktiensplit haben sie nun die Vormachtstellung in dem Konzern zementiert. Das Google-Bord hat dem Schritt bereits zugestimmt. Demnach wird in dem Aktiensplit im Verhältnis von 2:1 für jede bereits existierende Google-Aktie eine neue C-Klasse-Aktie herausgegeben, die zwar an der Börse gehandelt wird und auf die es eine meist stattliche Dividende gibt, die allerdings kein Stimmrecht besitzt. Damit wollen die beiden visionären Google-Gründer auch künftig die Hoheit über langfristige Projekte und Strategien behalten. Als Beispiel nannten sie die Entwicklung des mobilen Betriebssystems Android, das sich erst nach Jahren ausbezahlt habe, oder auch der teure Zukauf von Youtube. Derzeit werden vor allem die Pläne kritisiert, den Handy-Hersteller Motorola für 12,5 Milliarden Dollar zu übernehmen. Die B-Aktie besitzt gegenüber der A-Aktie das zehnfache Stimmgewicht und sichert den beiden Gründern sowie dem ehemaligen CEO Eric Schmidt ihre deutliche Stimmenmehrheit.

Google hat 2011 bei einem Jahresumsatz von 37,9 Milliarden Dollar einen Nettogewinn nach Steuern in Höhe von 9,7 Milliarden Dollar erzielt. Im ersten Quartal 2012 stieg der Gewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 1,8 Milliarden auf 2,89 Milliarden Dollar (+60%), obwohl die Werbeeinnahmen von manchen Analysten zwiespältig betrachtet werden: Pro Click auf eine bezahlte Werbeanzeige wurden 12% weniger Gewinn erzielt, also noch vor einem Jahr. Das ist das zweite Quartal in Folge mit einem Rückgang – im vierten Quartal 2011 gab es schon einen 8%igen Rückgang. Da die Zahl der Clicks allerdings um 39% zugenommen hat, wurde der Rückgang überkompensiert und auch der Umsatz ist weiter gestiegen. Der Anteil des Werbegeschäfts am weltweiten Umsatz liegt bei 96%.
(mb)

 

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