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Monotonie – So bringen Sie Schwung in Ihre Stimme!

Monotone Vorträge und die unveränderte Stimme des Redners – jeder kennt es, niemand mag es. Damit das Publikum Ihre Präsentationen und Reden liebt, gibt Ihnen Barbara Blagusz in Ihrem heutigen Beitrag zur Themenserie „Erfolgsfaktor Stimme“ wichtige Tipps, wie Sie mehr Klangfarbe in Ihre Stimme bekommen und die Massen begeistern.

„Eine Stimme ohne Ausdruckskraft ist wie ein Garten ohne Farben.“ Der große römische Redner Cicero, sagte einst, dass ein durchschnittlicher Inhalt überzeugend vorgetragen effektiver wirkt, als der perfekte Inhalt durchschnittlich vorgetragen. Hier erfahren Sie, was Ihre Stimme spannender macht.

Ohne Klangfarbe – kein Hollywood

Was Cicero meint ist die Klangfarbe. Jener Faktor, der eine Stimme erst interessant macht. Jene Klangfarbe, die wesentlich entscheidend ist dafür, ob wir zuhören wollen oder eben nicht. Ohne dieses gewisse Etwas, gäbe es kein Hollywood und keine Stars, die ob ihrer Präsenz oftmals verehrt werden. Sie können die schönste Stimme haben, wenn Sie mit wenig Ausdruckskraft sprechen, wirken Sie langweilig. Und nichts lässt uns Zuhörer schneller einschlafen, als ein langweiliger Sprecher.

Während es uns oft leichtfällt, in Gesprächen variantenreich und farbig zu sprechen, verblasst alle Farbe in unserer Stimme, so wie wir nervös eine Bühne betreten, uns einem herausfordernden Kundengespräch stellen oder nervös ins Publikum starren. Das Lampenfieber hat uns dann fest im Griff und das ist dann auch deutlich hörbar – in einem monotonen, oft zu schnellen Tonfall. Lesen Sie auch: So vermeiden Sie das lästige „Äh!“

Die innere Beteiligung macht’s aus!

Wie sehr stehen Sie hinter dem, was Sie sagen? Voll und ganz oder gibt es da eine innere Barriere, eine Grenze, die sie ein wenig Abstand halten lässt? Letzteres äußert sich in einer monotonen Sprechweise. Sind Sie nicht in Kontakt mit sich selbst, mit dem Inhalt, den Sie vermitteln wollen, wie sollen Sie da in Kontakt mit Ihrem Publikum oder mit Ihrem Gesprächspartner kommen? Wir alle kennen das aus früheren Schulzeiten, als manche ihr Referat auswendig heruntergeleiert haben. Es klang monoton und, genau: langweilig! Innere Beteiligung ist demnach nichts anderes als Emotion. Brennen Sie für Ihre Sache, wird es niemals monoton sein.

Tipp 1 – Lassen Sie Emotionen zu!

Spüren Sie, was Sie sagen. Wenn Ihnen das schwerfällt, dann formulieren Sie Ihre Sätze um, bis Ihnen der Inhalt förmlich „unter die Haut“ geht. Nur wer innerlich beteiligt ist, vermag auch sein Publikum zu bewegen.

Tipp 2 – Sprechen Sie in Bildern!

Bilder assoziieren Emotionen leichter. Sprechen Sie in Bildern, die etwas in Ihnen auslösen. Das Gleiche kann dann auch beim Publikum passieren. Finden Sie Beispiele aus dem Alltag Ihrer Zuhörer, damit funktioniert auch das „Andocken“ leichter. Denn ohne Emotion, ohne Beteiligung – kein Kontakt!

Das Publikum will nicht, dass Sie scheitern!

Tipp 3 – Ihr Publikum = Ihr Freund!

Zuhörer wollen unterhalten werden, ein Aha-Erlebnis bekommen, etwas erfahren, dass sie noch nicht wussten. Was das Publikum nicht will, ist, sich langweilen und die Nervosität des Sprechers übernehmen. Dann doch lieber abschalten und mit dem Handy spielen oder gleich ein kleines Nickerchen machen.

Sprechen Sie daher so, wie Sie mit einem Freund sprechen – mit der gleichen Klangfarbe und mit dem gleichen inneren Kontaktgefühl. Lesen Sie auch: So klingen Sie in Vorträgen überzeugend

Tipp 4 – Nehmen Sie sich auf!

Natürlich gibt es auch Menschen, die immer eher monoton sprechen. Haben diese sich jedoch auch nur einmal auf Video gesehen, ändert sich das oft schlagartig. Kurz gesagt: das Bewusstmachen ist hier bereits die halbe Miete. Einmal gehört, sich dabei selbst erkannt und wahrgenommen und jede Sprache bekommt mehr Facetten.

Zu schnell gesprochen – zu übertrieben?

Auch das Tempo kann ein Problem sein. Wer so schnell spricht, dass für Modulation schlicht keine Zeit bleibt, bringt nicht so viel Farbe und Lebendigkeit in seine Stimme, wie es möglich wäre. Genauso gilt auch das Gegenteil. Wer ständig übertrieben „schauspielert“, wirkt unauthentisch und auch merkwürdig.

Tipp 5 – Kleine Stellschrauben! Langsam, tief, Pause…..

Es geht also hier darum die gesunde Mitte zu treffen. Nicht zu schnell, nicht zu übertrieben und dann und wann eine wohldosierte Pause. Klingt schwierig? Ist es nicht. Experimentieren Sie, ohne zu übertreiben! Auch wenn jedes Herausbewegen aus Ihrem Gewohnheitssprechmuster schnell „anders“ und damit schnell „komisch“ klingt, ist es der einzige Weg, wenn Sie Ihr Sprechverhalten verändern wollen.

Achten Sie in den nächsten Gesprächen einmal bewusst darauf, wie Sie mit Pausen, Lautstärke, Tempo et cetera variieren. Wie gesagt, zuerst wahrnehmen und dann kleine Veränderungen ausprobieren.

Es geht nicht darum, was Sie sagen, sondern wie Sie es sagen. Darum sind wir auch eher beeindruckt von Menschen, die ausdrucksstark und überzeugend sprechen.

Jeder kann ausdrucksstark sprechen. Das ist eine Fähigkeit, die – auch wenn noch unbewusst – immer schon in Ihnen wohnte. Erlauben Sie sich diese Emotionen zu nutzen und in den Gebrauch Ihrer Sprechwirkung zu stellen und Sie werden überrascht sein, welch positive Resonanz Sie bekommen. Ihr Publikum wird es lieben.

Sie wollen es doch ein wenig genauer wissen? Dann üben Sie ganz konkret. Ob in einem Präsenztraining oder noch einfacher an Ihrem Schreibtisch, am Wochenende, wenn Sie alleine sind und wann immer Sie Lust dazu haben. Es war noch nie so einfach! Mit dem neuen Online Sprechtraining mit Live-Feedback werden sie im Nu ausdrucksstark und interessant klingen. In nur 9 Wochen lernen Sie so professionell zu sprechen. Nur jetzt noch ganz kurz zum Einführungspreis: Sprechtraining online

Barbara Blagusz

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